Groß Oesingen
Gemeinde in der Samtgemeinde Wesendorf im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen
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Groß Oesingen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Wesendorf im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 39′ N, 10° 28′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Gifhorn | |
| Samtgemeinde: | Wesendorf | |
| Höhe: | 75 m ü. NHN | |
| Fläche: | 57,6 km² | |
| Einwohner: | 2071 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 36 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 29393 | |
| Vorwahl: | 05838 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GF | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 51 010 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Fuhrenkamp 1 29393 Groß Oesingen | |
| Website: | www.gemeinde-oesingen.de | |
| Bürgermeister: | Ewald Heers (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Groß Oesingen im Landkreis Gifhorn | ||
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde Groß Oesingen liegt an der B 4. Durch den Ort Groß Oesingen fließt die Wiehe, ein Nebenfluss des Schwarzwassers.
Gemeindegliederung
Zur Gemeinde gehören die Ortsteile und Wohnplätze Groß Oesingen, Klein Oesingen, Mahrenholz, Schmarloh, Texas, Wichelnförth und Zahrenholz. Auch das Teichgut mit dem Lokal „Teichgutschänke“, jedoch nicht die Siedlung Teichgut, gehören zu Groß Oesingen.
Geschichte
Die Ortschaft ging aus einem Herrensitz hervor, der urkundlich seit 1222/1252 nachgewiesen ist. Aus archäologischen Grabungen ist die Siedlung bereits in das 11. Jahrhundert zu datieren. Oesingen lag an der wichtigen Handelsstraße von Hamburg nach Braunschweig.
Am 13. April 1945 wurde Groß Oesingen von amerikanischen Truppen eingenommen.[2]
Eingemeindungen
Auf Grundlage des preußischen Gesetzes über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts vom 27. Dezember 1927 wurde die Gemeinde Groß Oesingen in der Gebietsreform von 1928/1929 um das Gebiet der Gemeinde Klein Oesingen erweitert.
In den 60er Jahren gab es verstärkt Tendenzen, größere kommunale Einheiten zu bilden, die den wachsenden Anforderungen an die örtliche Verwaltung besser gerecht werden konnten. So schlossen sich am 30. Juni 1966 die drei Gemeinden Groß Oesingen, Mahrenholz und Zahrenholz, die seit jeher ein gemeinsames Kirchspiel bildeten, zur Samtgemeinde Groß Oesingen zusammen.[3]
Im Zuge der kommunalen Gebietsreform in Niedersachsen wurde diese Samtgemeinde am 1. März 1974 durch Eingliederung der Gemeinden Mahrenholz und Zahrenholz in eine vergrößerte Gemeinde Groß Oesingen umgewandelt,[4] die selbst wiederum am selben Tag Mitgliedsgemeinde der neuen Samtgemeinde Wesendorf wurde.[5]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1974 | 1980 | 1985 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1520 | 1488 | 1488 | 1536 | 1786 | 1979 | 2032 | 1901 | 1871 | 1988 | 2027 |
Mit Stand 2025 sind von den fast 2100 Einwohnerinnen und Einwohnern etwa die Hälfte Kirchenmitglieder der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.[7]
Politik
Gemeinderat
Der Rat der Gemeinde Groß Oesingen setzt sich aus elf Mandatsträgern aus zwei Parteien und einer unabhängigen Wählergruppierung zusammen. Die Ratsmitglieder werden im Turnus bei einer Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[8]
Die vorherigen Kommunalwahlen ergaben die folgenden Sitzverteilungen:
Bürgermeister
Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Groß Oesingen Ewald Heers (CDU) wurde bei der jüngsten konstituierenden Versammlung von den Ratsmitgliedern mehrheitlich gewählt.
Wappen
| Blasonierung: „Geteilt von Gold (Gelb) und Blau durch einen silbernen Strich (schmalen weißen Balken). Oben auf Gold (Gelb) zwei verschiedene rote Giebel. Unten auf Blau ein nach links gewendetes Posthorn, belegt mit vier rotgestielten Eichenblättern.“[9] | |
| Wappenbegründung: Die Gemeinde Groß Oesingen liegt in einer Heidelandschaft, die durch die Darstellung zweier noch heute bestehender Schafställe zu verstehen ist. Die durch die Gemeinde Groß Oesingen verlaufende alte Heerstraße, durch den weißen Balken gekennzeichnet, hatte ihre Bedeutung durch die einst in der Gemeinde befindliche Poststelle, die durch das goldene Posthorn symbolisiert ist. Die auf das Posthorn gelegten vier Eichenblätter bedeuten die vier Ortschaften, die heute in der Gemeinde Groß Oesingen zusammengefasst sind. |
Das Wappen der Gemeinde Gr. Oesingen wurde am 15. Januar 1985 vom Landkreis Gifhorn genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

- Die Friedenskirche befindet sich am Kirchweg, sie wurde 1880 erbaut. Ihre Kirchengemeinde gehört zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
- Die Immanuels-Kirche befindet sich an der Klein Oesinger Straße, sie wurde 1879 erbaut. Ihre Kirchengemeinde gehört zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).
- Neben der Sandgrube „Königsee“ befindet sich in einem kleinen Waldstück die Wallanlage Wickeloh (52° 38′ 28,8″ N, 10° 29′ 31,6″ O). Bei dem Bodendenkmal handelt es sich um eine dreigliedrige Wallanlage, die eine Gesamtfläche von ca. 42.000 m² umfasst.[10]
Persönlichkeiten
- Alfred E. Johann (1901–1996), Journalist und Schriftsteller, lebte und arbeitete von 1948 bis 1978 in Groß Oesingen

