Groß Oesingen

Gemeinde in der Samtgemeinde Wesendorf im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Groß Oesingen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Wesendorf im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Groß Oesingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Oesingen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 39′ N, 10° 28′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Gifhorn
Samtgemeinde: Wesendorf
Höhe: 75 m ü. NHN
Fläche: 57,6 km²
Einwohner: 2071 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29393
Vorwahl: 05838
Kfz-Kennzeichen: GF
Gemeindeschlüssel: 03 1 51 010
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Fuhrenkamp 1
29393 Groß Oesingen
Website: www.gemeinde-oesingen.de
Bürgermeister: Ewald Heers (CDU)
Lage der Gemeinde Groß Oesingen im Landkreis Gifhorn
KarteSteinhorstgemeindefreies Gebiet Giebel
Karte
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Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Groß Oesingen liegt an der B 4. Durch den Ort Groß Oesingen fließt die Wiehe, ein Nebenfluss des Schwarzwassers.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile und Wohnplätze Groß Oesingen, Klein Oesingen, Mahrenholz, Schmarloh, Texas, Wichelnförth und Zahrenholz. Auch das Teichgut mit dem Lokal „Teichgutschänke“, jedoch nicht die Siedlung Teichgut, gehören zu Groß Oesingen.

Geschichte

Die Ortschaft ging aus einem Herrensitz hervor, der urkundlich seit 1222/1252 nachgewiesen ist. Aus archäologischen Grabungen ist die Siedlung bereits in das 11. Jahrhundert zu datieren. Oesingen lag an der wichtigen Handelsstraße von Hamburg nach Braunschweig.

Am 13. April 1945 wurde Groß Oesingen von amerikanischen Truppen eingenommen.[2]

Eingemeindungen

Auf Grundlage des preußischen Gesetzes über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts vom 27. Dezember 1927 wurde die Gemeinde Groß Oesingen in der Gebietsreform von 1928/1929 um das Gebiet der Gemeinde Klein Oesingen erweitert.

In den 60er Jahren gab es verstärkt Tendenzen, größere kommunale Einheiten zu bilden, die den wachsenden Anforderungen an die örtliche Verwaltung besser gerecht werden konnten. So schlossen sich am 30. Juni 1966 die drei Gemeinden Groß Oesingen, Mahrenholz und Zahrenholz, die seit jeher ein gemeinsames Kirchspiel bildeten, zur Samtgemeinde Groß Oesingen zusammen.[3]

Im Zuge der kommunalen Gebietsreform in Niedersachsen wurde diese Samtgemeinde am 1. März 1974 durch Eingliederung der Gemeinden Mahrenholz und Zahrenholz in eine vergrößerte Gemeinde Groß Oesingen umgewandelt,[4] die selbst wiederum am selben Tag Mitgliedsgemeinde der neuen Samtgemeinde Wesendorf wurde.[5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1974 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2022
Einwohner 1520 1488 1488 1536 1786 1979 2032 1901 1871 1988 2027
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[6]

Mit Stand 2025 sind von den fast 2100 Einwohnerinnen und Einwohnern etwa die Hälfte Kirchenmitglieder der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.[7]

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2021
Wahlbet.: 64,87 % (+4,93 %p)
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,9 %
31,7 %
7,5 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Einzelbewerberin Regina Hannuschka

Der Rat der Gemeinde Groß Oesingen setzt sich aus elf Mandatsträgern aus zwei Parteien und einer unabhängigen Wählergruppierung zusammen. Die Ratsmitglieder werden im Turnus bei einer Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[8]

Gemeinderat 2021
   
Insgesamt 11 Sitze

Die vorherigen Kommunalwahlen ergaben die folgenden Sitzverteilungen:

Weitere Informationen Wahljahr, CDU ...
Wahljahr CDU SPD Gesamt
20168311 Sitze
20118311 Sitze
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Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Groß Oesingen Ewald Heers (CDU) wurde bei der jüngsten konstituierenden Versammlung von den Ratsmitgliedern mehrheitlich gewählt.

Wappen

Wappen von Groß Oesingen
Wappen von Groß Oesingen
Blasonierung: „Geteilt von Gold (Gelb) und Blau durch einen silbernen Strich (schmalen weißen Balken). Oben auf Gold (Gelb) zwei verschiedene rote Giebel. Unten auf Blau ein nach links gewendetes Posthorn, belegt mit vier rotgestielten Eichenblättern.“[9]
Wappenbegründung: Die Gemeinde Groß Oesingen liegt in einer Heidelandschaft, die durch die Darstellung zweier noch heute bestehender Schafställe zu verstehen ist. Die durch die Gemeinde Groß Oesingen verlaufende alte Heerstraße, durch den weißen Balken gekennzeichnet, hatte ihre Bedeutung durch die einst in der Gemeinde befindliche Poststelle, die durch das goldene Posthorn symbolisiert ist. Die auf das Posthorn gelegten vier Eichenblätter bedeuten die vier Ortschaften, die heute in der Gemeinde Groß Oesingen zusammengefasst sind.

Das Wappen der Gemeinde Gr. Oesingen wurde am 15. Januar 1985 vom Landkreis Gifhorn genehmigt.

Historische Schafställe Gr. Oesingen
Historische Schafställe in Groß Oesingen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Friedenskirche

Persönlichkeiten

  • Alfred E. Johann (1901–1996), Journalist und Schriftsteller, lebte und arbeitete von 1948 bis 1978 in Groß Oesingen
Commons: Groß Oesingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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