Groß Schenkenberg

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Groß Schenkenberg ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein südwestlich von Lübeck.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Groß Schenkenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Schenkenberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 53° 48′ N, 10° 34′ O
Bundesland:Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Sandesneben-Nusse
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 6,52 km²
Einwohner: 562 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23860
Vorwahlen: 04508, 04539
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 044
Adresse der Amtsverwaltung: Am Amtsgraben 4
23898 Sandesneben
Website: www.grossschenkenberg.de
Bürgermeister: Sven Neils
Lage der Gemeinde Groß Schenkenberg im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Geografie

Geografische Lage

Das Gemeindegebiet von Groß Schenkenberg erstreckt sich direkt am südlichen Ufer der Grinau, die heute, etwa bei dessen Kilometer 2, in den Elbe-Lübeck-Kanal entwässert.[2] Landschaftlich liegt es im Naturraum Ostholsteinisches Hügel- und Seenland (Haupteinheit Nr. 702), einem Teilraum des Schleswig-Holsteinischen Hügellandes.[3]

Ortsteile

Die Gemeinde Groß Schenkenberg umfasst die statistikamtlich festgehaltenen Wohnplätze des gleichnamigen Dorfes, das Gut Rothenhausen und die Häusergruppe Ziegelhof.[4]

Nachbargemeinden

An das Gemeindegebiet Groß Schenkenbergs grenzen:

Klein Wesenberg Lübeck
Westerau Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Grinau Bliesdorf

Geschichte

Der Ort wurde 1194 zum ersten Mal urkundlich als „Pukentorpe“ erwähnt. Der Name „Scenkenberge“ erschien erstmals im Jahr 1230.

Rudolfs von Habsburg erster Sohn war Albrecht I von Schenkenberg-Löwenstein. Otto Schenk von Schenkenberg treffen wir 1339 als lübeckischen Vogt an. Die Schenkenberger in Lübeck und Umgebung sind verwandt mit den Wickede in Lübeck. Zahlreiche Nachkommen der Schenkenberger finden sich bis heute im Raum Lübeck.

Das mit der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen zunächst dem Amt Bliestorf angehörende Gut Groß Schenkenberg (Gutsbesitzer Johann Jacob Wentorp) wurde 1929 zur Siedlung. 1936 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Ort Rothenhausen. Kirchlich gehört Groß Schenkenberg zum Kirchspiel Krummesse.

Politik

Gemeindevertretung

Wahlbeteiligung: 72,3 Prozent
 %
50
40
30
20
10
0
44,0 %
32,5 %
23,5 %
AABa
AAAb
GWc
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Abordnung Aktiver Bürger
b Authentisch-Aktiv-Aufrichtig
c Gemeindewohl
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt neun Sitze vergeben. Von diesen erhielt die Abordnung Aktiver Bürger vier Sitze, Authentisch-Aktiv Aufrichtig drei Sitze und Gemeindewohl zwei Sitze.

Wappen

Blasonierung: Von Rot und Grün durch einen schrägrechten silbernen Wellenbalken geteilt, oben zwei durch einen gemeinsamen Stiel verbundene Laubblätter, unten eine schrägrechte auswärts gerichtete silberne Feldhacke.[6]

Vereine

Sportverein des Ortes ist der SC Rothenhausen, der 1969 als TTC Rothenhausen gegründet und 1977 umbenannt wurde. Er bietet unter anderem die Sportarten Fußball und Tischtennis an.

Die Sparte des Fußballs bestand seit dem Jahr 2016 bis zum Anfang des Jahres 2021 aus einer Freizeitmannschaft, welche nicht mehr am Punktspielbetrieb teilnahm.

Seit Beginn der Spielzeit 2021/2022 beherbergt der Verein wieder eine 1. Herrenmannschaft, welche in der Kreisklasse C des Kreises Stormarn antritt.

Die neu gegründeten Jugendmannschaften um G-, F-, E- und D-Junioren werden erst im nächsten Jahr den offiziellen Spielbetrieb aufnehmen.

Persönlichkeiten

Der Musikpädagoge, Organist, Musikwissenschaftler und Musikbibliothekar Wilhelm Stahl wurde 1872 auf dem Ziegelhof in Groß Schenkenberg geboren. Henning Karl Christian von Rumohr erwarb 1778 die Güter Rothenhausen und Groß Schenkenberg. Die von Rumohrs können dem Uradel in Schleswig-Holstein zugerechnet werden. Henning von Rumohr machte sich als bedeutender Kunsthistoriker seiner Zeit einen Namen.

Literatur

  • Hans-Joachim Köhler: Groß Schenkenberg. Vor den Toren Lübecks. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Band 4: Groß Sarau - Holstenniendorf. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2004, ISBN 3-926055-75-8, S. 4–6.

Einzelnachweise

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