Großgressingen

Ortsteil des Marktes Ebrach in Oberfranken From Wikipedia, the free encyclopedia

Großgressingen ist ein Gemeindeteil des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung hat eine Fläche von 6,001 km². Sie ist in 563 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10659,76 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Kleingressingen und Sankt Rochus.[4]

Schnelle Fakten Markt Ebrach ...
Großgressingen
Markt Ebrach
Koordinaten: 49° 50′ N, 10° 29′ O
Höhe: 382 m ü. NHN
Einwohner: 244 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96157
Vorwahl: 09553
Luftbild (2023)
Luftbild (2023)
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Geografie

Das Dorf liegt in ausgeprägter Kessellage an dem dort entspringenden rechten Quellfluss der Mittelebrach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kleingressingen (1,2 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2258 (0,5 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Sankt Rochus (0,6 km südlich).[5]

Geschichte

Im Jahr 1244 erwarb das Kloster Ebrach den Teil von Großgressingen, der dem Stift Haug gehörte. Den Rest erwarb das Kloster 1274 aus der Hand von Hartmund von Scherenberg. Im Ebracher Urbar des Jahres 1340 wurde der Ort „Gresen maior“ genannt. Die Bezeichnung als „Dürrengresen“ zur Unterscheidung von „Grüngresen“ (=Kleingressingen) war damals auch üblich.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Großgressingen aus 47 Anwesen (12 Höfe, 28 Sölden, 1 Sölde mit Braurecht, 1 Wirts- und Brauhaus, 1 Häuslein mit Badstube). Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach. Der Gemeinde gehörten 1 Sölde, 2 Söldenhäuser und 1 Häuslein.[7]

Im Jahre 1802 kam Großgressingen an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Großgressingen gebildet, zu dem Kleingressingen und Sankt Rochus gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Großgressingen, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Großgressingen zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,001 km².[9]

Am 1. Januar 1972 wurde Großgressingen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Ebrach eingemeindet.[10][11]

Baudenkmäler

In Großgressingen gibt es sechs Baudenkmäler:[12]

  • Kleingressinger Straße 8: Klosterschenke
  • Sankt-Rochus-Straße 3: Ehemaliges Klostergebäude mit Hofeinfahrt, Stadel und Remise
  • Bildstock
  • Kreuzschlepper
  • Feldkapelle
  • Heiligenhäuschen

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Großgressingen

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 360412436422442425457444446413383370356348368367338351339492453393352332
Häuser[13] 6171696664646566
Quelle [8][14][14][14][15][16][17][18][19][20][21][14][22][14][23][14][24][14][14][14][25][14][9][26]
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Ort Großgressingen

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner  *293362375331298278366287279244
Häuser[13]  *51565454535565
Quelle [8][15][17][20][22][24][25][9][26][1]
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* 
inklusive Sankt Rochus

Religion

Großgressingen ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt.[7][9]

Literatur

Commons: Großgressingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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