Großneuses
Gemeindeteil von Höchstadt an der Aisch, Bayern
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Großneuses ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[2] Großneuses liegt in der Gemarkung Schwarzenbach.[3]
Großneuses Stadt Höchstadt an der Aisch | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 40′ N, 10° 48′ O |
| Höhe: | 303 m ü. NHN |
| Einwohner: | 45 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91315 |
| Vorwahl: | 09193 |
Geografie
Östlich des Dorfes entspringt bei den Gucks- und Kirchenweihern der Schwarzenbach, ein rechter Zufluss der Aisch. Im Osten grenzt der Bürgerwald an. Die Staatsstraße 2263 verläuft nach Boxbrunn (1,3 km südlich) bzw. an Kleinneuses vorbei nach Höchstadt zur Bundesstraße 470 (3,3 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Lappach (1,5 km nordwestlich).[4]
Geschichte
Der Zehnt des Ortes gehörte 1326 dem Katharinenkloster zu Bamberg. 1497 wurde dort ein Weinberg „an der Kaufleiten“ erwähnt. im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort verwüstet.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Großneuses 9 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus. Grundherren waren die Reichsstadt Nürnberg (Landesalmosenamt-Vogtei Lonnerstadt: 1 Hof; Spitalamt: 1 Hof), der Nürnberger Eigenherr von Imhoff (2 Güter), die Schönborn’sche Herrschaft Pommersfelden (3 Güter), das Rittergut Weingartsgreuth (2 Höfe). Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde ganerblich ausgeübt.[6]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Großneuses dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sterpersdorf zugewiesen. Es gehörte zur 1818 gegründeten Ruralgemeinde Schwarzenbach. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 2 Anwesen dem Patrimonialgericht Pommersfelden (bis 1848) und 2 Anwesen dem Patrimonialgericht Weingartsgreuth (bis 1848).[7]
Am 1. Mai 1978 wurde Großneuses im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Seit der Reformationszeit war Großneuses gemischt konfessionell und es gab Streit zwischen den Pfarransprüchen Höchstadts und der neu gebildeten protestantischen Pfarrei Lonnerstadt, was schließlich 1701 durch einen Vertrag geklärt wurde.[5]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Groß-Neuses. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 409 (Digitalisat).
- Georg Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-München 1970, DNB 457004320, S. 124.
- Hanns Hubert Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1951, DNB 452071143, S. 66 (Digitalisat). Ebd. S. 135 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Grossen-Neusitz. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 24 (Digitalisat).
- Franz Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt. Verlag für Behörden u. Wirtschaft, Hof (Saale) 1979, ISBN 3-921603-00-5, S. 139.
Weblinks
- Großneuses. In: hoechstadt.de. Abgerufen am 6. August 2023.
- Großneuses in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 29. November 2021.
- Großneuses in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. Oktober 2019.
- Großneuses im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 15. Oktober 2019.