Großpertenschlag
Ortschaft im Bezirk Zwettl
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Großpertenschlag (früher auch Pertenschlag) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Altmelon im Bezirk Zwettl in niederösterreichischen Waldviertel mit 114 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].
| Großpertenschlag (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Großpertenschlag | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Zwettl (ZT), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Zwettl | |
| Pol. Gemeinde | Altmelon | |
| Koordinaten | 48° 26′ 41″ N, 14° 57′ 31″ O | |
| Höhe | 820 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 114 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 5,8 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06923 | |
| Katastralgemeindenummer | 24125 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das Dorf befindet sich auf einem flachen Rücken über dem südöstlich vorüberfließenden Kleinen Kamp, der im Nordwesten vom Fichtenbach gestreift wird. Der Ort ist durch die Landesstraße L7199 erschlossen, an deren Seiten sich die Gehöfte aneinander reihen. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 39 Adressen.[2]
Geschichte
Der durch Schlagrodung entstandene Ort Perthenschlag wurde erstmals im Jahr 1371 urkundlich genannt und befand sich damals im Einflussbereich der Kuenringer.
Als im 18. Jahrhundert begonnen wurde, in den Wäldern westlich von Pertenschlag Holz zu gewinnen und sich die Holzfäller dort ansiedelten, setzte sich im frühen 19. Jahrhundert allmählich die Unterscheidung in Kleinpertenschlag und Großpertenschlag durch.
Im Jahr 1822 wurde Großpertenschlag als Dorf mit 22 Häusern genannt, das nach Altmelon eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Rappottenstein besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Großpertenschlag ein Fleischer, ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, ein Schmied, eine Schneiderin, ein Schuster, ein Viehhändler und mehrere Landwirte ansässig.[4]
Um 1850 konstituierte sich aus den Katastralgemeinden Großpertenschlag, Kleinpertenschlag und Fichtenbach die Gemeinde Großpertenschlag und im Jahr 1970 schlossen sich Großpertenschlag und Melon unter dem Namen Pertenschlag-Melon zusammen; 1985 wurde der Name in Altmelon abgeändert.
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 61 (Ausgabe 1770; Pertenschlag in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 34, Sektion Arbesbach, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 8,5 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 379.
