Grübern

Ortschaft im Bezirk Hollabrunn From Wikipedia, the free encyclopedia

Grübern (früher auch Griebarn oder Grüning) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Maissau in Niederösterreich mit 71 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bildete die Ortschaft Ort eine eigenständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Grübern (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Grübern
Grübern (Österreich)
Grübern (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Maissau
Koordinaten 48° 33′ 9″ N, 15° 47′ 53″ Of1
Höhe 369 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 71 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 4,98 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03770
Katastralgemeindenummer 09113
Bild
Ortsansicht mit Kapelle
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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71

Geographie

Der Ort Grübern liegt in der Senke des Tiefenbaches, der sich westlich des Ortes aus mehreren Zuflüssen bildet und in Oberravelsbach in den Ravelsbach mündet. Durch den Ort führt die Retzer Straße. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 53 Adressen.[3]

Geschichte

Erstmals urkundlich im Jahr 1275 als Griebarn genannt, was sich möglicherweise vom Wort „Grube“ herleitet und auf die geschützte Ortslage verweist, entwickelte sich der Ort als Argrarsiedlung.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 33 Häusern genannt, das nach Eggendorf am Walde eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Unterdürnbach besaß die Ortsobrigkeit aus und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Limberg ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Senftenberg, Pfarre Gars, Ravelsbach und Unterdürnbach.[4] Nach den Reformen 1848/1849 konstituierte sich Grübern 1850 zur selbständigen Gemeinde und war bis 1868 dem Amtsbezirk Ravelsbach zugeteilt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Grübern zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Schmied und zahlreiche Landwirte ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung schlossen sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinden Eggendorf am Walde, Grübern Limberg und Unterdürnbach der Stadtgemeinde Maissau an.[2]

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 220 (Ausgabe 1769; Grübern in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 189 (GrubernInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 129.
Commons: Grübern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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