Gstadt am Chiemsee

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Gstadt am Chiemsee (amtlich: Gstadt a.Chiemsee) ist eine Gemeinde und deren Hauptort im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Gstadt am Chiemsee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gstadt a.Chiemsee hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 53′ N, 12° 25′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Breitbrunn am Chiemsee
Höhe: 538 m ü. NHN
Fläche: 10,7 km²
Einwohner: 1157 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83257
Vorwahl: 08054
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 138
Gemeindegliederung: 15 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gollenshausener Str. 1
83254 Breitbrunn a.Chiemsee
Website: www.vg-breitbrunn.de
Erster Bürgermeister: Bernhard Hainz (FWG)
Lage der Gemeinde Gstadt a.Chiemsee im Landkreis Rosenheim
Karte
Karte
Schließen

Geografie

Geografische Lage

Der Hauptort liegt rund zehn Kilometer von Prien am Chiemsee, zwölf Kilometer von Bad Endorf, 26 km von Rosenheim, 32 km von Wasserburg am Inn und 24 km von Traunstein entfernt. Zur Bundesautobahn 8 (Anschlussstelle Bernau am Chiemsee) sind es 15 km, der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Prien am Chiemsee. Gstadt hat eine bedeutende Anlegestelle für zahlreiche Chiemsee-Schiffe, beispielsweise verkehren sie regelmäßig nach Herrenchiemsee und Frauenchiemsee. Durch die Buslinie 9520 ist der Ort an den Regionalverkehr Oberbayern angeschlossen. Die Linie verbindet Gstadt am Chiemsee mit Prien am Chiemsee, Rimsting, Breitbrunn am Chiemsee, Seebruck, Chieming und Traunstein.

Im Gemeindegebiet befindet sich auch der Grundlose See.

Gemeindegliederung

Es gibt 15 Gemeindeteile[2] (in Klammern ist der Siedlungstyp[3] angegeben):

Natur

Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet:

Geschichte

Die Gemeinde gehörte seit dessen Gründung zum reichsunmittelbaren Kloster Frauenchiemsee. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Säkularisation 1803 war Gstadt eine eigenständige Hofmark des Klosters und kam danach unter bayerische Verwaltung. Der Ort wurde im Zuge des Gemeindeedikts von 1818 eine selbständige politische Gemeinde, die dem Landgericht Trostberg zugeordnet war. Sie wurde 1862 dem neu gebildeten Bezirksamt Traunstein zugeteilt. Seit dem 1. Januar 1900 gehört die Gemeinde zum Bezirksamt Rosenheim, dem heutigen Landkreis Rosenheim.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1060 auf 1192 um 132 Einwohner bzw. um 12,5 %.

Politik

Rathaus in Gollenshausen

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn am Chiemsee.

Gemeinderat

2020[4]2014[5]2008[5]2002[5]
Freie Wählergemeinschaft 7766
Bürgerliste 5554
ULGG 1 11
Gstadter Liste 1
Sitze insgesamt 12 121212
1 
Die Unabhängige Liste Gstadt-Gollenshausen

Erster Bürgermeister ist Hainz Bernhard (FW).[6]

Wappen

Wappen von Gstadt am Chiemsee
Wappen von Gstadt am Chiemsee
Blasonierung:Geteilt von Silber und Blau; oben zwei schräg gekreuzte schwarze Ruder, unten zwei silberne Seeblätter mit verschlungenen Stielen.“[7]
Wappenbegründung: Die gekreuzten Ruder symbolisieren die Fährschifffahrt, die in Gstadt wegen der günstigen Lage zu den Chiemseeinseln seit alter Zeit eine wichtige Rolle spielte. Die gekreuzten Seeblätter in verwechselten Farben sind das alte Wappen des auf der Insel Frauenchiemsee schon im 8. Jahrhundert gegründeten Benediktinerinnenklosters. Sie erinnern daran, dass Gstadt seit den Anfängen zu Frauenchiemsee gehörte. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Säkularisation 1803 wurde Gstadt als eigenständige Hofmark des Klosters Frauenchiemsee geführt.

Dieses Wappen wird seit 1968 geführt.

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Chiemseemaler der Gemeinde

(Auswahl)

Literatur

  • Robert Westermeier (Hrsg.): Gstadt – Gollenshausen, Chronik. 1999.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI