Guido Spars

deutscher Volkswirt, Stadtökonom und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Guido Spars (* 2. Oktober 1966 in Bensberg (heute Bergisch Gladbach), Rheinisch-Bergischer Kreis[1]) ist ein deutscher Volkswirt, Stadtökonom und Hochschullehrer. Von September 2021 bis August 2025 war er Gründungsdirektor der Bundesstiftung Bauakademie. Seit September 2025 leitet er wieder seinen Lehrstuhl an der Bergischen Universität Wuppertal.

Leben

Spars studierte von 1988 bis 1993 Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Von 1993 bis 1995 war er für das Büro Rittmannsperger + Partner, Darmstadt, in der Stadtsanierung von Leipzig als Projektleiter tätig. Von 1995 bis 2000 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Stadt- und Regionalplanung (ISR) an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). Im Jahr 2000 promovierte er an der TU Berlin über den Bodenmarkt und seine Abgaben zum Dr.-Ing. Seine Habilitation, ebenfalls an der TU Berlin, verknüpfte neuere Ansätze der Stadt- und Regionalökonomie mit der Immobilienwirtschaft, illustriert am Beispiel Berlins. Anschließend wirkte er bis 2006 als wissenschaftlicher Assistent am Fachgebiet „Stadt- und Regionalökonomie“ des ISR. Ab 2006 leitete er als Professor das Fachgebiet „Ökonomie des Planens und Bauens“ an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er auch Prodekan für Forschung an der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen war.

Am 11. März 2021 wählte der Stiftungsrat der Bundesstiftung Bauakademie Guido Spars zum Gründungsdirektor. Als solchem oblagen ihm „die strategische Führung und Entwicklung eines tragfähigen und inhaltlichen Konzepts sowie die Ausrichtung und Profilierung in der regionalen, nationalen und internationalen Fachgesellschaft der Bundesstiftung Bauakademie, aber auch in Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit.“[2] Nach seiner Wahl bat er die Bergische Universität Wuppertal um Beurlaubung.[3] Die Aufgabe der Bundesstiftung Bauakademie ist es, die dringend notwendigen Transformationsprozesse im Planen und Bauen zu unterstützen und zu befördern sowie das 1962 abgebrochene Gebäude der Berliner Bauakademie, ein 1836 erbautes, architekturgeschichtlich bedeutendes Werk Karl Friedrich Schinkels, wieder zu errichten und es neu zu betreiben.

Am 10. Dezember 2024 teilte die Bundesstiftung Bauakademie mit, dass Guido Spars seinen Vertrag als Gründungsdirektor nicht verlängern wird. Seit September 2025 kehrte Guido Spars wieder seinen Lehrstuhl an der Bergischen Universität Wuppertal zurück und absolvierte ein Forschungssemester an den Universitäten Cape Town und der Namibia University of Science and Technology.[4]

Mitgliedschaften

  • Vorsitzender des Wissenschaftlicher Beirat des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu)
  • Beirat BIM Deutschland, Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens
  • Kuratorium des Bundesverbands Wohnen und Stadtentwicklung (VHW)
  • Beirat für Baukultur der Stadt Düsseldorf[5]
  • Beirat der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Wuppertal (GWG)
  • Berufenes Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL)
  • Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif)

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die ökonomische Dimension der Stadt- und Regionalplanung. In: ISR (Hrsg.): Reflexionen – Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum des Instituts für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin. Berlin 1997, S. 68 f.
  • Die Immobilienwirtschaft aus der Sicht regionalökonomischer Theorien: Das Beispiel Berlin. Edition Stadtwirtschaft, Regioverlag Berlin (Habilitationsschrift), Berlin 2006.
  • Ein Bodenfonds muss her! Stetiger Anstieg oder Volatilität bei Bodenpreisen? In: vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung (Hrsg.): Forum für Wohnungswirtschaft und Stadtentwicklung, Heft 3/2018, S. 131–135.
  • Neue AkteurInnen in der Stadt. RaumunternehmerInnen sind Ausdruck einer neuartigen nutzergetragenen Stadt- und Projektentwicklung. In: Sozialpädagogische Impulse, Heft 2/2018, S. 30–31.
  • Die Etablierung großer Wohnungskonzerne und deren Folgen für die Stadtentwicklung. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), online.

Einzelnachweise

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