Guillaume Geefs

belgischer Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Guillaume Geefs (fläm. Willem; * 10. September 1805 in Antwerpen; † 19. Januar 1883 in Schaerbeek/Schaarbeek) war ein belgischer Bildhauer.

Guillaume Geefs

Leben

Geefs wurde als ältester Sohn des Bäckers Joannes Geefs und dessen Frau Joanna Theresia Verbruggen am 10. September 1805 in Antwerpen geboren. Er gilt als der bedeutendste der sieben Geefs-Brüder, zu denen die Bildhauer Joseph, Jean, Charles und Aloys zählten. Guillaume Geefs war mit Fanny Geefs verheiratet.[1]

Im Jahr 1821 besuchte er die Akademie von Antwerpen und gewann 1828 einen Preis für eine Achilles-Statue. Dank eines Kunstfreundes ging er 1829 nach Paris, wo er an der École des Beaux-Arts studieren konnte. Er reiste auch nach Italien.

1830 präsentierte er in Brüssel die Skulptur eines jungen christlichen Hirten. Ab 1833 war er einige Jahre Professor an der Akademie in Antwerpen, ließ sich in Schaerbeek nieder und heiratete 1836. 1845 wurde er Mitglied der Akademie von Brüssel. Zu seinen Meisterwerken gehörten die Büste Leopolds I., das Grabmal des Grafen Friedrich von Merode und das Modell für die Statue des Général Belliard. Geefs gilt als Vertreter der belgischen Plastik seiner Zeit, die historische und realistische Elemente aufwies, aber auch klassizistische Merkmale zeigte.

Er schuf unter anderem das Denkmal der Freiheitskämpfer von 1830 in Brüssel, das Rubensdenkmal in Antwerpen und verschiedene Grabmäler. Seine Werke umfassen auch zahlreiche Büsten, Porträtstatuen und religiöse Figuren. Als sein bekanntestes Werk wird die Luziferstatue Le génie du mal in der Kathedrale St. Paul in Lüttich angesehen.

Werke (Auswahl)

Literatur

Commons: Guillaume Geefs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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