Gunter Wächtler

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Gunter Wächtler (* 25. Juli 1934 in Chemnitz) ist ein deutscher Designer.

Leben und Werk

Künstlerische Pergola von Igor Propopenkow und Gunter Wächtler
Künstlerische Pergola von Igor Propopenkow und Gunter Wächtler von 1988: Keramik, Segmente auf der Töpferscheibe gedreht, teilweise frei aufgebaut, Stahlträger als Stützen, Holzbalken – im Magdeburger Stadtteil Neu Olvenstedt

Wächtler absolvierte ab 1949 in Chemnitz eine Lehre als Maschinenbauschlosser und arbeitet bis 1958 als solcher und als Technologe. Von 1958 bis 1963 studierte er Formgestaltung an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Danach war er Leiter der Gestaltung des Rundfunk- und Fernsehtechnischen Zentralamts der Deutschen Post. Ab 1970 arbeitete er in Berlin, bis 1979/1980 mit Erwin Rossa (* 1921) und Wolf-Dieter Schulze (* 1942), dann in Groß Köris unter dem Namen GAT (für Gestaltungsatelier) selbständig als Formgestalter insbesondere von Spiel- und Freiraumgeräten, später auch von architekturbezogenen Arbeiten. Mit Rossa und Schulze führte er u. a. 1973/74 in Berlin die gestalterischen Aufgaben bei der Rekonstruktion der Poliklinik Christburger Straße aus.[1]

Wächtler war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und gehörte in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre dem vom Verband formierten Kollektiv für die Erarbeitung der Konzeption zur künstlerischen Gestaltung des Wohngebiets Marzahn I an.

1981 wurde er im Kollektiv mit dem Orden Banner der Arbeit Stufe I geehrt. Wächtler lebt in Groß Köris.

Nach der deutschen Wiedervereinigung war Wächtler u. a. an der Gestaltung eines Quartiersplatzes in Nürnberg beteiligt.

Werkbeispiele

  • Irrgarten (1974, Schiebespiel; Holz; Polyurethan; bemalt; farbig gebeizt; versiegelt; Wartebereich der Kinderpoliklinik Berlin-Pankow)[2]
  • Kaleidoskop (1974, Wandspiel; Holz; Polyurethan; bemalt; farbig gebeizt; versiegelt; Kinderpoliklinik Berlin-Pankow)[3]
  • Spielgerät (1975, Holz; Polyurethan; bemalt; farbig gebeizt; versiegelt; Kinderpoliklinik Berlin-Pankow)[4]

Ausstellungen (unvollständig)

  • 1976 und 1979: Karl-Marx-Stadt, Bezirkskunstausstellungen
  • 1977/1878: Dresden: VIII. Kunstausstellung der DDR
  • 1979: Berlin, Galerie am Prater (Einzelausstellung)

Literatur

Einzelnachweise

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