Guntersdorf

Marktgemeinde im Bezirk Hollabrunn, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Guntersdorf ist eine Marktgemeinde mit 1157 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Guntersdorf
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Guntersdorf
Guntersdorf (Österreich)
Guntersdorf (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Hollabrunn
Kfz-Kennzeichen: HL
Fläche: 28,42 km²
Koordinaten: 48° 39′ N, 16° 3′ O
Höhe: 246 m ü. A.
Einwohner: 1.157 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 41 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2042
Vorwahl: 02951
Gemeindekennziffer: 3 10 14
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Friedrich Wilhelm Raiffeisen Platz 3
2042 Guntersdorf
Website: www.guntersdorf.gv.at
Politik
Bürgermeister: Roland Weber (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
13
4
2
13 4 2 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Guntersdorf im Bezirk Hollabrunn
Lage der Gemeinde Guntersdorf im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)HardeggRetzbach
Lage der Gemeinde Guntersdorf im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Guntersdorf liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 28,42 Quadratkilometer.[1] Davon sind 86 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 5 Prozent Weingärten und 2 Prozent der Fläche sind bewaldet.[2]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[3]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Großnondorf und Guntersdorf.

Nachbargemeinden

Zellerndorf Pernersdorf Haugsdorf
Sitzendorf an der Schmida Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wullersdorf
Grabern

Geschichte

Wullersdorf wurde erstmals 1108 beziehungsweise 1141 schriftlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert hatte das Stift Heiligenkreuz Grundbesitz in Guntersdorf. Im Jahr 1295 wurde erstmals die Feste der Familie der Ruckendorfer erwähnt. Von 1301 bis 1476 war das Gebiet im Besitz der Wallseer. In dieser Zeit, im Jahr 1312 wurde Guntersdorf zur Pfarre erhoben.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Marktgemeinde Guntersdorf ein Arzt, ein Tierarzt, eine Agentur, zwei Bäcker, zwei Binder, zwei Dachdecker, ein gemeindeeigenes Elektrizitätswerk, zwei Fleischer, zwei Friseure, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, ein Glaser, eine Hebamme, ein Holzhändler, ein Landesproduktehändler, ein Sägewerk, zwei Sattler, zwei Schlosser, zwei Schmiede, zwei Schneider und zwei Schneiderinnen, vier Schuster, drei Tischler, ein Viktualienhändler, zwei Wagner, ein Wasenmeister, ein Zimmermeister und mehrere Landwirte ansässig.[5]

Im Jahr 1944 wurden ungarische Juden als Zwangsarbeiter im landwirtschaftlichen Bereich eingesetzt.[6]

Einwohnerentwicklung

Seit 1981 konnte die negative Geburtenbilanz durch eine positive Wanderungsbilanz ausgeglichen werden.[7]

Guntersdorf: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
2.064
1880
 
2.132
1890
 
2.143
1900
 
2.040
1910
 
1.902
1923
 
1.806
1934
 
1.739
1939
 
1.715
1951
 
1.481
1961
 
1.317
1971
 
1.204
1981
 
1.044
1991
 
1.047
2001
 
1.128
2011
 
1.160
2021
 
1.154
2025
 
1.157
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Guntersdorf
Pfarrkirche Großnondorf
Kellergasse in Großnondorf
  • Schloss Guntersdorf
  • Katholische Pfarrkirche Großnondorf hl. Pankratius
  • Katholische Pfarrkirche Guntersdorf Mariä Himmelfahrt
  • Theater Westliches Weinviertel: Das Theater ist seit 1987 in Guntersdorf beheimatet. Gründerin und Obfrau ist Franziska Wohlmann. Die freie Theatergruppe mit eigenem Haus ist Niederösterreichs kleinstes Theater mit Ganzjahresspielbetrieb. Der Spielplan umfasst die Bereiche Kinder- und Jugendtheater, Klassiker, Boulevardstücke sowie kritische Stücke zeitgenössischer Autoren. Immer wieder werden auch Gastspiele aus den Bereichen Theater und Kabarett sowie musikalische Veranstaltungen und Lesungen abgehalten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2010 gab es in Guntersdorf 57 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Davon waren 34 Haupterwerbsbetriebe, die 87 Prozent der Fläche bewirtschafteten. 1999 waren es insgesamt 87 Betriebe und 45 im Haupterwerb.[8] Im Produktionssektor beschäftigten acht Betriebe 43 Arbeitnehmer, etwa die Hälfte mit der Herstellung von Waren. Der Dienstleistungssektor gab in 38 Betrieben 113 Menschen Arbeit, fast der Hälfte in sozialen und öffentlichen Diensten (Stand 2011).[9][10]

Bildung

In der Marktgemeinde gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.[11]

Gesundheit

In Guntersdorf gibt es eine allgemeinmedizinische Gruppenpraxis.

Verkehr

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 2000–2013 Günther Bradac (ÖVP)
  • seit 2013 Roland Weber (ÖVP)[22]

Wappen

Das Wappen wurde am 7. Mai 2006 vom niederösterreichischen Landeshauptmann verliehen. Die Blasonierung lautet: „In Blau über roter gequaderter Mauer mit goldenen Zinnen ein sechsstrahliger goldener Stern.“[23]

Gemeindepartnerschaften

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 2000: Eduard Deim (1937–2018), Pfarrer, Vizerektor des Erzbischöflichen Seminar Hollabrunn[25]
  • Simon Hausberger (1924–2008), Diplomat[25]

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Michael Gruber (1877–1964), Bürgermeister von Guntersdorf und Nationalratsabgeordneter
  • Josef Kühschelm (1855–1908), Pfarrer in Guntersdorf, Reichsratsmitglied und Landtagsabgeordneter
  • Anton Ludwigstorff (1845–1929), Gutsbesitzer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus
  • Max Neufeld (1887–1967), Schauspieler und Filmregisseur

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 194 (GuntersdorfInternet Archive).
Commons: Guntersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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