Nationalpark Gunung Leuser

Nationalpark in Indonesien auf Sumatra From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Nationalpark Gunung Leuser (indon. Taman Nasional Gunung Leuser) ist mit rund 9.000 km² Fläche eines der größten Naturreservate Indonesiens. Er liegt im Norden der Insel Sumatra, in den Provinzen Sumatra Utara und Aceh und wird vorwiegend über die Stadt Medan touristisch erschlossen. Zusammen mit den Nationalparks Kerinchi-Seblat und Barisan-Selatan bildet der Nationalpark Gunung Leuser das Naturdenkmal der Tropischen Regenwälder von Sumatra, welches seit 2004 zum UNESCO-Welterbe zählt, aber seit 2011 auch auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes verzeichnet ist.[1]

Schnelle Fakten
Nationalpark Gunung Leuser
Orang-Utan im Gunung-Leuser-Nationalpark
Orang-Utan im Gunung-Leuser-Nationalpark
Orang-Utan im Gunung-Leuser-Nationalpark
Nationalpark Gunung Leuser (Indonesien)
Nationalpark Gunung Leuser (Indonesien)
Lage: Indonesien
Fläche: 9000 km²
Gründung: 1980 Indonesien, 1992 UNESCO
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Der Park bietet eine Rückzugsmöglichkeit für viele Tierarten, die aufgrund der fortschreitenden Waldrodungen auf Sumatra bedroht sind, wo ein hohes Bevölkerungswachstum zu großräumigen Abholzungen für die Errichtung von Feldern, Plantagen und neuen Siedlungen führt.

Der Sumatra-Orang-Utan, der Sumatra-Tiger[2] und das Sumatra-Nashorn, allesamt stark bedrohte Arten oder Unterarten, haben hier eine ihrer größten Populationen. Insgesamt leben etwa 60 bis 80 Sumatranashörner im Park, womit die Population neben jener im Barisan-Selatan-Nationalpark die größte der gesamten Insel und damit weltweit darstellt[3]. Für den Sumatra-Orang-Utan ist Gunung Leuser die wichtigste Zuflucht. Etwa 75 % des Wildbestands leben in diesem Gebiet[4]. Andere bekannte hier vorkommende Tierarten sind der Asiatische Elefant, der Siamang, Makaken, Languren, Fasanen, Nashornvögel und das Leistenkrokodil. Die einzigen Nachweise des seltenen, erst unzureichend beschriebenen Sumatrafasans stammen aus diesem Gebiet.

Etwa 70 Kilometer nordwestlich von Medan befand sich das „Orang Utan Rehabilitation Center“ in Bukit Lawang, am Rand des Nationalparks. Hier wurden seit 1973 in Kooperation mit dem Zoo Frankfurt aus der Gefangenschaft befreite Orang-Utans ausgewildert. 2002 wurde das Center geschlossen. Es wurde zunächst zu touristischen Zwecken als Fütterungsplattform weitergeführt, was aber eine zu große Gewöhnung der Tiere an den Menschen sowie die Übertragung von Krankheiten vom Menschen auf die Tiere zur Folge hat, so dass auch diese 2015 geschlossen wurde.[5]

Am 2. November 2003 wurde das Center und das Dorf Bukit Lawang bei einer Überschwemmung schwer beschädigt. Es starben über 300 Menschen.

Der Tourismus im Nationalpark ist eine bedeutende Einnahmequelle für die Region.

Galerie

Commons: Nationalpark Gunung Leuser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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