Gus Meins
US-amerikanischer Filmregisseur deutscher Abstammung
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Gus Meins (* 6. März 1893 als Gustav Peter Ludwig Luley in Frankfurt am Main, Deutsches Kaiserreich; † 1. August 1940 in Los Angeles, Kalifornien, USA) war ein deutschamerikanischer Filmregisseur.

Leben und Werk
In Frankfurt am Main als Gustav Luley geboren, emigrierte Gus Meins mit seiner Mutter in den frühen 1900er-Jahren in die Vereinigten Staaten. Er arbeitete als Cartoonist bei der Los Angeles Evening Herald, ehe er 1919 als Gagwriter bei der Fox Film Corporation seinen Einstieg ins Filmgeschäft machte. Später arbeitete er für den Komödienproduzenten Mack Sennett[1] und drehte im Jahre 1922 seinen ersten Film als Regisseur. In den 1920er-Jahren führte er Regie bei einer Reihe von Stummfilmen, zu denen die Buster-Brown-Komödien gehörten. Hier konnte er zum ersten Mal sein Talent für die Zusammenarbeit mit Kinderdarstellern zeigen.
Am bekanntesten wurde er als ständiger Regisseur der Filmreihe Die kleinen Strolche (Our Gang) von Hal Roach in den Jahren 1934 bis 1936. Er war in dieser Funktion Nachfolger von Robert F. McGowan und wurde selbst zwei Jahre später von Gordon Douglas abgelöst. Außerdem führte Meins gemeinsam mit Charley Rogers die Regie bei Laurel und Hardys Märchenkomödie Babes in Toyland aus dem Jahre 1934, welche die bis dahin aufwendigste Produktion rund um das Komikerduo war. Ebenfalls drehte er in den Jahren 1933 und 1934 mehrere Kurzfilme mit dem Komikerduo Thelma Todd und ZaSu Pitts bzw. später Patsy Kelly, die als ein weibliches Pendant zu Laurel und Hardy gedacht waren.
1937 verließ Meins Roach aufgrund künstlerischer Differenzen und drehte danach unter anderem B-Filme für Republic Pictures.[1] Sein Schaffen als Regisseur umfasst mehr als 140 Produktionen.
Tod und Privates
Am 1. August 1947 beging der 47-jährige Meins mithilfe von Kohlenstoffmonoxid in seinem Auto Suizid. Kurz zuvor war er unter dem Verdacht verhaftet worden, mehrere Jungen missbraucht zu haben, konnte jedoch aufgrund einer Kaution entlassen worden. Meins – dessen Ruf in Hollywood bis dahin tadellos war und als besonders freundlich galt – beteuerte zwar seine Unschuld, äußerte allerdings gegenüber seiner Ehefrau und seinem Sohn, selbst bei keiner Verurteilung zwangsläufig durch den Skandal ruiniert zu sein. Das Verfahren gegen Meins wurde nach seinem Suizid eingestellt.[2][1] Sein Sohn Douglas Meins (1918–1987) war zeitweise selbst als Schauspieler im Filmgeschäft tätig.
Filmografie (Auswahl)
- 1922: Step Forward (Kurzfilm)
- 1925–1929: Buster Brown (Filmreihe)
- 1927: The Newlyweds' Christmas Party
- 1934: Hi'-Neighbor! (Kurzfilm)
- 1934: Soup and Fish (Kurzfilm)
- 1934: For Pete's Sake! (Kurzfilm)
- 1934: The First Round-Up (Kurzfilm)
- 1934: Honkey Donkey (Kurzfilm)
- 1934: Mike Fright (Kurzfilm)
- 1934: Mama's Little Pirate (Kurzfilm)
- 1934: Rache ist süß (Babes in Toyland)
- 1934: Shrimps for a Day (Kurzfilm)
- 1935: Beginner's Luck (Kurzfilm)
- 1935: Anniversary Trouble (Kurzfilm)
- 1935: Teacher's Beau (Kurzfilm)
- 1935: Sprucin' Up (Kurzfilm)
- 1935: Little Papa (Kurzfilm)
- 1935: Little Sinner (Kurzfilm)
- 1935: Our Gang Follies of 1936 (Kurzfilm)
- 1936: The Lucky Corner (Kurzfilm)
- 1936: Second Childhood (Kurzfilm)
- 1938: The Higgins Family
- 1938: His Exciting Night
- 1939: The Covered Trailer
- 1940: Earl of Puddlestone
Weblinks
- Gus Meins bei IMDb
- Biographie von Gus Meins ( vom 7. März 2018 im Internet Archive)