Gustav Reichel
deutscher Mediziner und Generalarzt des XII. (I. Königlich Sächsischen) Armee-Korps
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Gustav Adolf Reichel (* 17. Februar 1846 in Thorn; † 14. Juli 1926 in Dresden) war ein sächsischer Generalarzt mit dem Rang als Generalmajor.
Leben
Reichel studierte Medizin an der Universität Greifswald, wo er im Wintersemester 1866/67 Mitglied der Burschenschaft Rugia wurde.[1]
Er nahm 1870/71, zuletzt als Unterarzt, am Deutsch-Französischen Krieg teil und wurde 1872 in Leipzig zum Dr. med. promoviert. Anschließend diente er als Arzt im 1. (Leib-)Grenadier-Regiment Nr. 100 in Dresden, ab 1873 als Assistenzarzt 2. Klasse im 1. Reiter-Regiment in Großenhain. 1874 wurde er Assistenzarzt 1. Klasse im Garde-Reiter-Regiment in Pirna, 1876 im 3. Infanterie-Regiment Nr. 102 in Leipzig. Als Stabsarzt wurde er 1877 zur Unteroffizierschule Marienberg versetzt und war ab 1878 als Stabs- und Abteilungsarzt im 2. Feldartillerie-Regiment Nr. 28 in Freiberg tätig. Unter Beförderung zum Oberstabsarzt 2. Klasse folgte am 20. November 1888 seine Versetzung nach Bautzen in das 4. Infanterie-Regiment Nr. 103, wo er Ende Juli 1893 zum Oberstabsarzt 1. Klasse aufstieg. Reichel avancierte am 26. März 1899 zum Generaloberarzt und Divisionsarzt der 4. Division Nr. 40 in Chemnitz. Seit dem 27. April 1900 war er General- und Korpsarzt des XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps in Dresden und erhielt im September 1903 die Erlaubnis zur Annahme des preußischen Kronen-Ordens II. Klasse. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde Reichel am 23. April 1904 unter Verleihung des Ranges als Generalmajor mit Pension und der Erlaubnis zum Tragen seiner Uniform zur Disposition gestellt.[2]