HBTU

organische Verbindung, Kupplungsreagenz From Wikipedia, the free encyclopedia

HBTU (2-(1H-Benzotriazol-1-yl)-1,1,3,3-tetramethyluronium-hexafluorophosphat) ist ein Kupplungsreagenz, welches in der Peptidsynthese zur Erzeugung von Peptiden verwendet wird.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
HBTU
HBTU (O-Form)
Allgemeines
Name HBTU
Andere Namen
  • 3-[Bis(dimethylamino)methyliumyl]-3H-benzotriazol-1-oxid-hexafluorphosphat
  • 2-(1H-Benzotriazol-1-yl)-1,1,3,3-tetramethyluronium-hexafluorphosphat
Summenformel C11H16F6N5OP
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 94790-37-1
EG-Nummer (Listennummer) 619-076-7
ECHA-InfoCard 100.133.815
PubChem 2733084
ChemSpider 2014894
Wikidata Q19787025
Eigenschaften
Molare Masse 379,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

200 °C (Zersetzung)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 315317319334335[1]
P: 261280284304305311338340342351[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Die Kupplung von aktivierten Aminosäuren mit Peptiden unter Verwendung von HBTU als Hilfreagenz verläuft racemisierungsarm.[2] HBTU ist ein vergleichsweise mildes Kupplungsreagenz.[3] Alternative Kupplungsreagenzien sind z. B. HATU, HCTU,[4] TBTU, COMU,[5] TOMBU und COMBU.[6]

HBTU kann in zwei Formen vorliegen, als Uroniumsalz (O-Form) oder als das bevorzugte, aber weniger reaktive Iminiumsalz (N-Form):[7]

HBTU (N-Form)

Die Verbindung ist thermisch instabil und kann sich stark exotherm zersetzen. Eine DSC-Messung zeigt ab 173 °C eine Zersetzungsreaktion mit einer Reaktionsenthalpie von −1032 J·g−1 bzw. −391 kJ·mol−1.[8]

Einzelnachweise

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