HEWI Heinrich Wilke

weltweit agierender Hersteller von Türgriffen, Sanitär-Accessoires, Beschlägen, Handläufen und Beschilderungen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die HEWI Heinrich Wilke GmbH (Eigenschreibweise: HEWI) ist ein deutscher Hersteller von Türgriffen,[2] Sanitär-Accessoires, Beschlägen, Handläufen und Beschilderungen.

Schnelle Fakten
HEWI Heinrich Wilke GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1929
Sitz Bad Arolsen, Deutschland Deutschland
Leitung Thorsten Stute
Mitarbeiterzahl 550 (2025)[1]
Umsatz 82,5 Mio. Euro (2023)[1]
Branche Baubeschlag, Sanitär und Automobilzulieferer
Website hewi.com
Stand: 10. November 2025
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Türdrücker 111 von HEWI
Verwaltungssitz in Bad Arolsen

Seit 1969 wird der Türdrücker 111 produziert, dessen Design bekannt wurde.[3][4]

Geschichte

Gegründet wurde die Heinrich Wilke GmbH im Jahr 1929 von Heinrich Wilke, der das Unternehmen mit den Anfangsbuchstaben seines Namens abkürzte: HEWI. Ab 1934 wurden die ersten Produkte aus dem Kunststoff Bakelit hergestellt.[5] Zu dieser Zeit gehörte HEWI zu den ersten kunststoffverarbeiteten Betrieben in Deutschland. Im Jahr 1954 begann die Produktion von Türschonern und Türdrückern, wobei ab dem Jahr 1957 der damals neue Werkstoff Polyamid verwendet wurde.

In Zusammenarbeit mit Architekten entwickelte Rudolf Wilke, der Sohn des Firmengründers, 1969 den Türdrücker 111 aus Polyamid, mit dem das Unternehmen international Bekanntheit erlangte. Basierend auf diesem Design entstand ein Baubeschlag-System mit Garderoben, Handläufen und Geländern, das System 111.[6]

Seit 1979 produziert HEWI Produkte für barrierefreies Wohnen. Dazu gehören Produkte wie Stützklappgriffe, barrierefreie Spiegel oder auch Einhängesitze. Ab 2003 produzierte HEWI Ausstattungen speziell für die institutionelle Pflege in Krankenhäusern, Reha-Zentren oder Seniorenheimen.[7]

Seit 2001 ist das Unternehmen auch Zulieferer für die Automobilindustrie. In demselben Jahr beschäftigte HEWI erstmals 1.100 Mitarbeiter und erlangte einen Umsatz von 240 Mio. DM.[8]

Im Jahr 2025 brachte die HEWI in einer Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Mattel Inc. eine Barbie x HEWI Serie auf den Markt.[9]

Die Produktionsstätte befindet sich in Mengeringhausen[10], der Verwaltungssitz in Helsen, Bad Arolsen[11] und das Schulungszentrum in der Wetterburg.[12] Außerdem hat die HEWI insgesamt über 5 Tochtergesellschaften in Frankreich, England, Polen, Dänemark und den USA.[13]

Auszeichnungen

Einige HEWI-Produkte von HEWI waren in ihrer Technik und Gestaltung Vorreiter. Seit den 1960er Jahren gewann HEWI viele Auszeichnungen und Preise für das Produktdesign und zählt seit 1982 zu den erfolgreichsten Preisträgern beim iF Industrie Forum Design.[14] Außerdem erhielt HEWI den 2013 erstmals verliehenen Hessischen Staatspreis Universelles Design.[15]

Literatur

  • Bernd Steltner: Türbeschläge aus Polyamid. Drücker, Griffe und Bänder, (= Die Bibliothek der Technik, Bd. 139), Verlag Moderne Industrie, Landsberg/Lech 1997, ISBN 3-478-93153-3.
  • Birgit Kümmel, Bernd Steltner (Hrsg.): Made in Arolsen. HEWI und die Kaulbachs. Zwischen höfischem Handwerk und Industriedesign, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Museum Bad Arolsen, Bad Arolsen: Museumsverein, 1998, ISBN 3-930930-05-6.
  • Sabine Zentek: ProduktProzesse: Entwicklung und Rechtsgeschichten bekannter deutscher Marken, av-Edition, Ludwigsburg 1999, ISBN 3-929638-26-6, S. 65 ff.
  • German Design Council, The Major German Brands 2026 - transformative power of design, S. 24, 70–74, 2025, ISBN 978-3-946318-82-8.

Einzelnachweise

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