Krenglbach

Gemeinde im Bezirk Wels-Land, Oberösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Krenglbach ist eine österreichische Gemeinde im Hausruckviertel im Bezirk Wels-Land in Oberösterreich mit 3260 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Krenglbach
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Krenglbach
Krenglbach (Österreich)
Krenglbach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Wels-Land
Kfz-Kennzeichen: WL
Fläche: 15,34 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 13° 57′ O
Höhe: 310 m ü. A.
Einwohner: 3.260 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 213 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4631
Vorwahl: 07249
Gemeindekennziffer: 4 18 10
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Krenglbacher Straße 9
4631 Krenglbach
Website: www.krenglbach.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Wörgetter (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(25 Mitglieder)
9
7
4
3
2
9 7 4 3 2 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Krenglbach im Bezirk Wels-Land
Lage der Gemeinde Krenglbach im Bezirk Wels-Land (anklickbare Karte)HolzhausenOffenhausenSteinhausWels
Lage der Gemeinde Krenglbach im Bezirk Wels-Land (anklickbare Karte)
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Südansicht von Krenglbach
Südansicht von Krenglbach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Der Ort Krenglbach liegt auf einer Höhe von 310 m ü. A. nordwestlich von Wels. Die Entwässerung des Gemeindegebietes erfolgt durch den Krenglbach, der im Süden entspringt und im Norden in den Innbach mündet. Die bewaldeten Höhen im Süden sind bis zu 400 Meter hoch.

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,2 und von West nach Ost 4,7 Kilometer. Die Gesamtfläche umfasst 15,34 Quadratkilometer. Zwei Drittel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 15 Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

  • Achleiten (3)
  • Alkrucken (107)
  • Au (14) (auch Pichl bei Wels)
  • Elmischhub (22)
  • Forst (296)
  • Geigen (33)
  • Gfereth (301)
  • Gölding (231)
  • Haiding (235)
  • Holzhäuser (25)
  • Hungerberg (10)
  • Kalteneck (227)
  • Katzbach (443)
  • Krenglbach (632)
  • Nadernberg (64)
  • Oberham (45)
  • Öhlgraben (14)
  • Radgattern (20)
  • Schmiding (200)
  • Unrading (43)
  • Wieshof (235)
  • Wundersberg (60)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Haiding, Katzbach und Schmiding.

Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk Wels.

Nachbargemeinden

Wallern an der Trattnach (GR)
Pichl bei Wels Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Buchkirchen
Gunskirchen Wels

Geschichte

Im Jahre 985 wurde der Ort Chrenginpach als Standort einer Taufkirche des hl. Stephanus erstmals urkundlich erwähnt. 1160 findet man Chrengelbach in einer Urkunde des Stiftes Reichersberg am Inn. Zur Zeit der Reformation bekannten sich viele Bewohner zum lutherischen Glauben. Die Pfarre war der Oberhoheit der Pfarre St. Marienkirchen an der Polsenz unterstellt. Während der Gegenreformation ließ Kaiserin Maria Theresia als Maßnahme der Katholiken eine Missionsstation errichten.[3]

1784 wurde Krenglbach wieder eine selbständige Pfarre. Die Familie Kapsamer stellte von 1688 bis 1823 die Schulmeister in der vom Stift St. Florian unterhaltenen Pfarrschule. Einige Mitglieder dieser Familie waren Schöpfer vieler bemalter Bauernmöbel, bekannt als Gunskirchner Möbel.[3]

1861 wurde die Bahnstrecke Wels–Passau eröffnet, von der im Ortsteil Haiding die Aschacher Bahn abzweigt.

Einwohnerentwicklung

Krenglbach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.208
1880
 
1.237
1890
 
1.306
1900
 
1.272
1910
 
1.327
1923
 
1.289
1934
 
1.324
1939
 
1.207
1951
 
1.403
1961
 
1.539
1971
 
1.775
1981
 
2.093
1991
 
2.384
2001
 
2.644
2011
 
2.980
2021
 
3.218
2025
 
3.260
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Die rasche Zunahme der Bevölkerungszahl der letzten Jahrzehnte erfolgte, da sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv waren.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zoo Schmiding
Schloss Schmiding
Schloss Haiding
Pfarrkirche Krenglbach
  • Wanderwege 50 km
  • Zoo Schmiding: der Zoo ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit
  • Schloss Schmiding[5]: urkundlich erstmals 1100 erwähnt, heute im Besitz der Familie Artmann die auf dem angrenzenden Areal den Zoo Schmiding vormals Vogelpark Schmiding bzw. Zoologischer Garten Schmiding errichtete.
  • Pfarrkirche Krenglbach
  • Schloss Haiding: Wasserschloss, 1340 erstmals erwähnt. Nach langen Zeiten des Verfalls wurde es ab 1970 renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So wird heute im Schloss – von etwa Ende des Sommers bis November – Kunst dargeboten, Literatur, Ausstellungen, Musik und Schauspiel.
  • Bodenlehrpfad Krenglbach

Wirtschaft und Infrastruktur

Firmen

(Quelle: [6])

  • AH Tech GmbH[7]
  • Speed Tec[8]
  • IEP Hüttmair GmbH[9]
  • KATI Anrufsammelbus[10]

Wirtschaftssektoren

Während die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft von 2001 bis 2011 abnahm, blieb sie im Produktionssektor stabil und nahm im Dienstleistungssektor stark zu. Darin war der Bereich freiberufliche Dienstleistungen mit 411 Beschäftigten der wichtigste Sektor.[11][12][13]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 44 58 32 46
Produktion 35 19 180 178
Dienstleistung 156 65 725 306
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1) Betrieb

Arbeitsmarkt, Pendeln

Krenglbach ist eine Auspendlergemeinde. Von den 1555 Erwerbstätigen, die 2011 in der Gemeinde lebten, arbeiteten 287 lokal, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.[14]

Bildung

In Krenglbach gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.


 Arbeitsmarkt 
lokal beschäftigtAuspendl...Auspendler anderer ...Auspendl...Einpendlerlokal beschäftigtAuspendler andere GemeindeAuspendler anderer BezirkAuspendler anderes BundeslandEinpendler
Bahnhof Haiding

Verkehr

  • Eisenbahn: Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Bahnstrecke Wels–Passau und die Aschacher Bahn. Der Bahnhof Wels an der Westbahn ist weniger als zehn Kilometer entfernt.[15]
  • Straße: Durch den Süden der Gemeinde verläuft die Innkreis Autobahn A8.

Vereine

  • Siedlerverein Krenglbach[16]
  • Sportverein Krenglbach[17]
  • Freiwillige Feuerwehr Krenglbach[18]
  • Freitraum - Krenglbacher Verein für Ökologie, Utopie und Kultur[19]
  • Initiative für Krenglbach[20]
  • Arbö Krenglbach-Pichl[21]
  • Landjugend Krenglbach[22]
  • Liedertafel Krenglbach[23]
  • Musikverein Krenglbach[24]
  • Die Kinderfreunde, Ortsgruppe Krenglbach[25]
  • Pensionistenverband Österreich, Ortsgruppe Krenglbach[26]

Politik

Gemeindeamt von Krenglbach

Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder.

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1855 waren:[29]

  • 1855–1858 Peter Kraxberger
  • 1858–1861 Philipp Kreuzmair
  • 1861–1864 Mathias Pöchmüller
  • 1864–1870 Alois Pöchmüller
  • 1870–1873 Simon Muckenhuber
  • 1873–1876 Johann Obermayr
  • 1876–1879 Simon Muckenhuber
  • 1879–1882 Josef Kraxberger
  • 1882–1885 Filipp Neuwirth
  • 1885–1894 Peter Silberhuber
  • 1894–1897 Philipp Neuwirth
  • 1897–1900 Josef Moser
  • 1900–1906 Mathias Kraxberger
  • 1906–1912 Josef Berger
  • 1912–1919 Peter Kraxberger
  • 1919–1924 Josef Berger
  • 1924–1935 Josef Silberhuber
  • 1935–1942 Ferdinand Lichtenwagner
  • 1942–1945 Josef Auinger
  • 1945–1949 Ferdinand Lichtenwagner
  • 1949–1961 Johann Kraxberger
  • 1961–1991 Josef Silberhuber
  • 1991–2006 Egon Maurerberger (SPÖ)
  • 2006–2010 Johann Zauner-Penninger (SPÖ)
  • 2011–2025 Manfred Zeismann (SPÖ)[30]
  • seit 2025 Andreas Wörgetter (SPÖ)

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Gold auf grünem, dreimal gewelltem Schildfuß, darin eine silberne Wellenleiste, ein rotes, anstoßendes, durch einen Pfahl gespaltenes Tatzenkreuz. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Grün.

Das Gemeindewappen wurde 1984 durch die oberösterreichische Landesregierung verliehen. Es zeigt mit dem Tatzenkreuz das Wappen des Stiftes St. Florian, zu dem die Pfarre Krenglbach seit dem Mittelalter gehört. Die Zweiteilung symbolisiert die beiden christlichen Konfessionen in der Gemeinde, von denen der Protestantismus zur Zeit der Reformation stark verbreitet war. Die Wellenleiste steht für den namensgebenden Krenglbach.[31]

Gemeindepartnerschaften

Persönlichkeiten

Sohne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Literatur

  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Krenglbach. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2006, S. 1–90 (zobodat.at [PDF]).
Commons: Krenglbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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