Hainbronn

Ortsteil von Pegnitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Hainbronn (oberfränkisch: Hammbrunn[1]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Hainbronn hat eine Fläche von 17,242 km². Sie ist in 3801 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4536,16 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hammerbühl, Heroldsreuth, Horlach, Nemschenreuth, Neudorf, Stein, Weidelwangermühle, Weidmannshöhe und Willenberg.[4]

Schnelle Fakten Stadt Pegnitz ...
Hainbronn
Stadt Pegnitz
Koordinaten: 49° 45′ N, 11° 34′ O
Höhe: 422 m ü. NHN
Einwohner: 490 (1993)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91257
Vorwahl: 09241
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Lage

Das Dorf bildet mit Reisach im Osten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt links der Pegnitz der Stadt Pegnitz direkt gegenüber. Die Staatsstraße 2162 führt nach Pegnitz (1,5 km nordwestlich) bzw. nach Weidlwang (2 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Lobensteig zur Kreisstraße BT 25 (1,8 km östlich) und nach Pegnitz ebenfalls zur BT 25 (1,9 km südöstlich).[5]

Geschichte

Im Jahr 1179 wurde in einer Urkunde des Klosters Michelfeld ein „Otto dem Haimenbrunnen“ erwähnt. Dies ist zugleich die erste Erwähnung des Ortes. Der Ortsname bedeutet ‚Brunnen im Heim‘ bzw. ‚Brunnen im Hain‘.[6] Hainbronn gehörte zu den 18 Forsthuben, von denen früher der Veldensteiner Forst verwaltet wurde. Der Name stammt vom damaligen Urkundenzeugen Otto de Hainbrunnen. Eines der ältesten erhaltenen Anwesen ist die Hainbronner Mühle. Es wird vermutet, dass sie 1618 zunächst als Kloster erbaut wurde, was noch aus dem Namen der anliegenden Straße, Zechthof (Zehnthof) erkennbar ist.

Hainbronn lag im Fraischbezirk des brandenburg-bayreuthischen Oberamtes Pegnitz.[7] Von 1791/92 bis 1810 unterstand der Ort dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.[8]

Mit dem Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Hainbronn gebildet.[9] Zu diesem gehörten Hammerbühl, Heroldsreuth, Horlach, Nemschenreuth, Neudorf, Stein, Weidelwangermühle und Willenberg. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Hainbronn, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 Landgericht Pegnitz umbenannt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Hainbronn zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). Weidmannshöhe wurde 1927 auf dem Gemeindegebiet errichtet. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 17,356 km².[10] 1970 kam Hufeisen-Waldhaus hinzu.[11] Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Hainbronn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Pegnitz eingegliedert.[12][13]

Seit 1981 gibt es im Ort ein Gemeindehaus, das als Begegnungsstätte für die Einwohner dient. Am 9. Mai 1998 wurde der Kinderspielplatz an der Brunnbachquelle eingeweiht.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Hainbronn

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 64177376578875176879297285477375275981374574876972969471696195694410071427
Häuser[14] 138140142136131143181
Quelle [9][15][15][15][16][17][18][19][20][21][22][15][23][15][24][15][25][15][15][15][26][15][10][27]
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Ort Hainbronn

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987001993
Einwohner 192212227241255190208233404400490
Häuser[14] 393732344496125
Quelle [9][16][18][21][23][25][26][10][27][28]
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Religion

Hainbronn ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Pegnitz) gepfarrt.[6][10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

In Hainbronn gibt es drei Baudenkmäler:[29]

  • Pegnitztalstraße 28: ehemalige Mühle
  • zwei Viadukte

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Hainbronn gibt es sechs Bodendenkmäler.[29]

Natur

  • Karstwunder am Wasserberg
  • Wachbergfelsen am südlichen Rand des Dorfes

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Faschingsfeier im Gemeindehaus Hainbronn
  • Hainbronner Dorffest
  • Hainbronner Metalfestival
  • Hainbronner Johannisfeuer

Infrastruktur

Verkehr

Die Busse der Regionalbuslinie 8404 des OVF (Pegnitz–Mosenberg, der VGN-Linie 450) und der Linie 8405 (Pegnitz–Troschenreuth, VGN 385) fahren durch Hainbronn. Die nächstgelegene Autobahn ist die A 9, der nächste Bahnhof befindet sich in Pegnitz und hat Anschluss an den im Zwei-Stunden-Takt haltenden Regional-Express der Linien RE 30 Nürnberg–Bayreuth–Hof und RE 31 Nürnberg–Marktredwitz–Hof sowie RE 33 Nürnberg–Cheb.

Freiwillige Feuerwehr

1876 wurde nach mehreren großen Bränden die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1974 bekam Hainbronn einen neuen Glockenturm, der Turm auf der Schmiede war für die Glocke zu schwach geworden und musste ersetzt werden.

Literatur

Commons: Hainbronn – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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