Hammerich & Lesser

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Hammerich & Lesser war ein deutsches Verlagshaus.

  • Johann Friedrich Hammereich[1] Verlag

Johann Friedrich Hammerich (1763–1827) hatte 1789 einen Verlag gegründet. Altona war lange Zeit liberaler als die Nachbarstadt Hamburg. Hammerich profitierte von einer milderen Pressezensur. Im Verlag erschienen u. a. die Übersetzungen griechischer Mythologie von Johann Heinrich Voß[2] und zahlreiche Zeitschriften und Periodika.[3] Der Verlag wurde unter dem Namen „Johann Friedrich Hammerich“ bis ca. 1850 geführt. Letzter Eigentümer war Wilhelm Boye Theodor Lesser.[4]

  • Hammerich und Heineking’sche Buchdruckerei, Hammerich & Heneking

Ab 1811[5] betrieben Johann Friedrich Hammerich und der Buchdrucker Peter Hermann Heineking (1773–1857)[6] eine Druckerei. Nach dem Tod von Hammerich im Jahr 1827 blieb die Druckerei bestehen. Heineking betrieb in den folgenden Jahren zusätzlich eine Gemäldehandlung. Die Buchdruckerei bestand fort und wurde 1831[7] von dem Neffen Ernst Friedrich Hammerich (1803–1885)[8] und Wilhelm Boye Theodor Lesser (1805–1885)[9] unter dem Namen

  • Hammerich & Lesser

weitergeführt. Lesser schied im April 1869 aus der Firma aus und Ernst Friedrich Hammerich wurde alleiniger Eigentümer[10] 1909 wurde Hinrich Springer Teilhaber der Firma. Seit 1912 verlegte er die Wochenzeitung Altonaer Bürgerzeitung, seit 1924 die erfolgreichen Altonaer Nachrichten. Unter dem Namen Theodor Lesser existierte auch eine Leihbibliothek.

  • Königlich privilegierte Buchhandlung, Schlütersche Buch- und Kunsthandlung

Johann Friedrich Hammerich hatte 1789 auch eine Buchhandlung gegründet. Hier hatte 1813 Otto Karl Theodor Busch (1791–1825) als Gehilfe begonnen. 1819 verkaufte Hammerich Busch die Buchhandlung.[11] Die Witwe von Theodor Busch führte die Buchhandlung bis 1827 und verkaufte sie an Karl Aue.[12][13] Aue baute zusätzlich ein Verlagsgeschäft auf. 1841 verkaufte er die Buchhandlung an Carl Theodor Schlüter.[14]

Wilhelm Boye Theodor Lesser hatte Anfang September 1829 in erster Ehe Amalia Maria Caecilia Hammerich (1810–1831),[15] der Tochter[16] des Flensburger Kaufmanns Hinrich Wilhelm Hammerich, geheiratet.[17] In zweiter Ehe hatte er 1837 Emilie Jensen geheiratet.[18] Lesser war erster Vorsitzender des Hamburg-Altonaer Buchändler-Vereins von 1860 bis 1862, den er mit anderen gegründet hatte.

Bei J. F. Hammerich gedruckte Werke (Auswahl)

Literatur

  • Gerhard Göke, Andreas Lesser: Johann Andreas Lesser. Tönnings Bürgermeister von 1800 bis 1807. In: Schriftenreihe der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung. Band 4. Nordhausen 1996, ISBN 3-930558-03-3, S. 3233.
  • Emanuel Dehung, Käte Silber (bearb.): Schriften von 1818–1820, in Pestalozzi sämtliche Werke, Band 26, Orell Füssli Verlag, Zürich 1975, 2. Anhang Sacherklärung
  • Hans Dieter Müller: Ich werde Deutschland wiedervereinigen, ob Sie es glauben oder nicht. In: Der Spiegel. Nr. 2, 8. Januar 1968 (spiegel.de).
  • [Detlev Lorenz] Lübker: 307. Johann Friedrich Hammerich, in: Neuer Nekrolog der Deutschen, 5. Jg., 2. Theil, Voigt, Ilmenau 1829, S. 832–833, (sehr ähnlicher Text: G.[Georg] P.[Peter] Petersen: Schleswig-Holstein-Lauenburgische Provinzialberichte, 17. Jg., 1828, S. 232–234 Digitalisat)

Anmerkungen

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