Hannah Kendall
britische Komponistin
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Leben
Kendall wuchs in Wembley auf, wo ihre Mutter Schulleiterin einer Grundschule ist.[1] Ihre Eltern stammen ursprünglich aus Guyana. Ihr Großvater war Jazzmusiker und ihre Familie förderte ihr Interesse an den kreativen Künsten.[1] Kendall besuchte die University of Exeter, wo sie im Hauptfach Gesang und Komposition bei Joe Duddell studierte. Außerdem erwarb sie einen Master-Abschluss am Royal College of Music, wo sie bei Kenneth Hesketh studierte, sowie einen Master-Abschluss in Kunstmanagement am Royal Welsh College of Music and Drama in Cardiff.[2]
Im Jahr 2015 wurde Kendall als eine der „brillanten Komponistinnen unter 35 Jahren“ bezeichnet.[3] Sie war in der Sendung Composer of the Week von BBC Radio 3 zu hören.[4] Alle fünf Komponisten der Woche waren Frauen, und die Sendung war Teil der Feierlichkeiten von Radio 3 zum Internationalen Frauentag, die in The Guardian hervorgehoben wurden.[5] Ebenfalls 2015 gewann Kendall einen „Women of the Future Award“ in der Kategorie Kunst und Kultur.[6]
Ihre Kammeroper The Knife of Dawn mit einem Libretto von Tessa McWatt, die auf der Inhaftierung des politischen Aktivisten Martin Carter im damaligen Britisch-Guayana im Jahr 1953 basiert, wurde 2016 im Roundhouse uraufgeführt.[7][8]
Ihr Orchesterstück The Spark Catchers wurde bei den BBC Proms im August 2017 uraufgeführt und ist vom Werk des Dichters Lemn Sissay inspiriert.[1] Die Aufführung wurde im Januar 2020 von NMC Recordings auf CD veröffentlicht. Kendall kehrte am 28. August 2020 zu den Proms mit der Uraufführung des Orchesterstückes Tuxedo: Vasco „de“ Gama zurück, das durch das Werk des Künstlers Jean-Michel Basquiat inspiriert wurde.
Kendall erhielt beim Schleswig-Holstein Musik Festival den Hindemith-Preis 2022 wegen ihrer „enormen kompositorischen Vielfalt, die von klassischem Erbe bis hin zu experimentellen Ideen reiche“.[9] Im Dezember 2022 spielte das Niedersächsische Staatsorchester Hannover Disillusioned Dreamer als europäische Erstaufführung.[10][11]
Kendall arbeitete sowohl für das Barbican Centre als auch für die London Music Masters Charity im Kunstmanagement.[1] Im März 2024 wurde sie im Fach Komposition bei George Lewis an der Columbia University in New York promoviert.[12]
Werke (Auswahl)
Orchesterstücke und Werke für großes Ensemble
- The Spark Catchers (2017)
- Baptistry (2018)
- Disillusioned Dreamer (2018)
- Verdala (2018) (großes Ensemble)
- Nexus (2020)
- Tuxedo: Vasco „de“ Gama (2020)
- Where is the chariot of fire? (2020) (großes Ensemble)
- shouting forever into the receiver (2022) (großes Ensemble)
- ...I may turn to salt (2023) (großes Ensemble)
- O flower of fire (2023)
- He stretches out the north over the void and hangs the earth on nothing (2024)
- And At Pains To Temper The Light (2024) (großes Ensemble)
Kammermusik und Solostücke
- Incident (2011) (Text von Fleur Adcock) für Sopran und Klavier
- On the Chequer'd Field Array'd (2013) für Klavier
- Processional (2018) für Klavier
- Glances / I don't belong here: (2019) für Streichquartett
- Rosalind (2020) (Text von Sabrina Mahfouz) für Sopran, Bariton und Klavier
- Tuxedo: Hot Summer No Water (2020) für Cello
- Tuxedo: (Copper); Ivory Mask (2021) für Oboe und präpariertes Klavier
- Tuxedo: Crown; Sun King (2021) für präparierte Violine
- Tuxedo: Diving Bell 2. (2021) für präparierte Harfe
- this is but an oration of loss (2022) (text by M. NourbeSe Philip) für Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor, Bariton und Bass
- Tuxedo: Between Carnival and Lent (2022) für Alt und Ensemble
- Weroon Weroon (2022) für präparierte Violine
- How ruin nested inside each thimbled throat / & made it sing (2022) für Streichquartett
- yes, flash bright lightning in my southern sky! (2023)
- Even sweetness can scratch the throat (2023)
- Gilt (2024)
- When flesh is pressed against the dark (2024)
- Hounded earth (2025)
Chorwerke
- Fundamental (2010) (Text von Rick Holland) für Chor und Blechbläserquintett
- Regina Caeli (2014) für Chor a cappella
- Tuxedo: Dust Bowl #1 (2021) für Chor a cappella
Opern
- The Knife of Dawn (Text von Tessa McWatt) für Bariton solo, zwei Soprane, Alt, Violine, Bratsche, Cello und Harfe