Hans Detlefsen
deutscher Grafiker
From Wikipedia, the free encyclopedia
Hans Detlefsen (* 2. Juni 1923 in Tilsit; † 3. Juni 1992 in Chemnitz) war ein deutscher Gebrauchsgrafiker, insbesondere Briefmarkengestalter.
Leben
Detlefsen besuchte von 1929 bis 1937 die Neustädtische Schule und absolvierte anschließend bis 1940 eine Malerlehre. Nach der Vertreibung aus Ostpreußen in der Folge des Zweiten Weltkrieges besuchte er von 1947 bis 1948 die Meisterschule für das gestaltende Handwerk in Weimar. Anschließend arbeitete er als Plakatmaler. Ab 1954 bis 1957 war er Werbeleiter und von 1957 bis 1960 Atelierleiter der DEWAG in Karl-Marx-Stadt.[1] Von 1965 bis 1992 arbeitete Detlefsen im Designer-Team mit Manfred Gottschall und Joachim Rieß.[2] Seither war er freischaffend tätig. Er war bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Er gestaltete u. a. Signets und Plakate und insbesondere für die Deutsche Post und nach 1989 für Deutsche Bundespost eine bedeutende Anzahl von Briefmarken.
Hans Detlefsen war verheiratet mit der Gebrauchsgrafikerin und Illustratorin Linde Detlefsen.[3]
Ehrungen
- 1981 Kunstpreis des FDGB im Kollektiv
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
- 1974: Karl-Marx-Stadt
- 1976 Aue, Galerie am Altmarkt ("Briefmarkengestaltung"; mit Gottschall und Rieß)
Ausstellungsbeteiligungen
- 1962, 1977, 1982 und 1987: Kunstausstellung der DDR
- 1979 und 1985: Bezirkskunstausstellung Karl-Marx-Stadt
- 1970: Im Geiste Lenins, Berlin
- 1985: Marke & Zeichen, Berlin
- 2024: Die gespaltene Generation, Neue Sächsische Galerie, Chemnitz[4]
Literatur
- 13 Goldene Briefmarken haben das Grafikertrio bekannt gemacht. In: Karl-Marx-Städter Blick. Nr. 39. Karl-Marx-Stadt 26. September 1984, S. 10.
- Produktives Miteinander. das Gebrauchsgrafiker-Kollektiv Detlefsen, Gottschall, Rieß. In: Bildende Kunst. Zeitschrift für Kunst und Kritik. Heft 9, 1985, ZDB-ID 120078-1, S. 406–409.
- Volker Frank: Detlefsen, Hans. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 26, Saur, München u. a. 2000, ISBN 3-598-22766-3, S. 476.
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 145.
- Hellmut Rademacher: Gebrauchsgrafik in der DDR. Hrsg.: Verband Bildender Künstler der DDR. Verlag der Kunst, Dresden 1975, DNB 750386495. S. 329 und passim
- Simone Tippach-Schneider: Das große Lexikon der DDR-Werbung. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2002, S. 66.