Hans Lassmann

österreichischer Neuropathologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans P. Lassmann (* 7. Juli 1949 in Wien) ist ein österreichischer Neurowissenschaftler (Neuropathologie) an der Medizinischen Universität Wien. Er gilt als einer der Pioniere der Immunpathologie in der Multiple-Sklerose-Forschung.[1]

Leben und Wirken

Hans Lassmann ist der Sohn der Architektin Edith Lassmann und des Internisten Gustav Lassmann. Er studierte von 1968 bis 1975 an der Universität Wien Medizin und absolvierte seine Ausbildung in klinischer und experimenteller Neuropathologie am dortigen neurologischen Institut. Ein Forschungsaufenthalt führte ihn 1977/78 an das Institute of Basic Research in Developmental Disabilities auf Staten Island, New York, wo er sich erstmals mit demyelinisierenden Erkrankungen befasste.

1983 habilitierte sich Lassmann im Fach Neuropathologie und wurde Forschungsgruppenleiter am Institut für Neurologie der Universität Wien und dem Institut für Hirnforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1993 wurde er außerordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Wien. Von 1999 bis 2007 war er Gründungsdirektor des Zentrums für Gehirnforschung der Medizinischen Universität Wien, an dem er anschließend verblieb, bis 2012 als stellvertretender Direktor. 2018 ging er in den Ruhestand.

Lassmann etablierte mehrere Tiermodelle der Multiple Sklerose (MS). Er machte sich unter anderem um die Identifikation von morphologischen Subtypen der MS verdient, die sich durch unterschiedliche Krankheitsverläufe und unterschiedliches Ansprechen auf verschiedene Therapieformen auszeichnen.

Lassmann hat laut Google Scholar einen h-Index von 191,[2] laut Datenbank Scopus einen von 163[3] (Stand jeweils März 2026).

Auszeichnungen (Auswahl)

Einzelnachweise

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