Hans Plitt

deutscher General From Wikipedia, the free encyclopedia

Hans Ferdinand Plitt (* 31. Dezember 1917 in Haiger; † 31. März 2008 in Vallendar) war ein deutscher Major der Wehrmacht in der Division Brandenburg. Von 1956 bis 1975 diente er im Heer der Bundeswehr, zuletzt als Brigadegeneral, und war Brigadekommandeur der Panzerbrigade 14 und stellvertretender Divisionskommandeur der 2. Jägerdivision.

Leben

Plitt, Sohn eines Oberamtsrichters, trat am 1. April 1936 als Offizieranwärter beim Kavallerie-Regiment 17 in Bamberg in die Wehrmacht ein und wurde am 1. Januar 1938 Leutnant. Von Februar 1938 bis August 1939 war er Zugführer in jenem Regiment. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 bis Dezember 1941 war er Ordonnanzoffizier, Abteilungs-Adjutant und Kompaniechef in der Aufklärungs-Abteilung 27, später Panzer-Aufklärungs-Abteilung 27 mit Einsätzen in Polen, Frankreich und in der Sowjetunion im Raum Tula. Von Februar 1942 bis März 1942 war er Ausbildungsoffizier in der Aufklärungs-Abteilung 7 in München und von April bis Dezember 1942 Verbindungsoffizier und Kompaniechef im Lehrregiment Brandenburg in der Sowjetunion. Von Januar bis März 1943 war er Zweiter Generalstabsoffizier im Stab der vom Regiment aufgewachsenen Division Brandenburg in der Sowjetunion, im Dienstgrad Rittmeister vom April bis Dezember 1943 Bataillonskommandeur des neu aufgestellten I. Bataillons des 1. Regiments der Division Brandenburg in der Sowjetunion, wo er das Bataillon bei der Heeresgruppe Nord im Raum Pustoschka im Kampf gegen Partisanen führte,[1][2] und in Griechenland und von Januar bis August 1944 Erster Generalstabsoffizier (Einsatzstab Südost) der Division Brandenburg, wo er am 1. April 1944 zum Major ernannt wurde. Von September bis November 1944 war er Regimentsführer des 3. Regiments der Division Brandenburg in Italien und von Dezember 1944 bis Januar 1945 Bataillonskommandeur des II. Bataillons des Panzerkorps-Füsilier-Regiments[3] im Panzerkorps „Großdeutschland“ in Ostpreußen. Anschließend war er in Kriegsgefangenschaft.

Ab 1946 war Plitt Sportlehrer beim Special Service in Bad Nauheim und absolvierte vom Mai 1951 bis September 1952 eine Ausbildung in Buchhaltung und Karteiführung in Bad Nauheim. Von November 1952 bis Februar 1956 war er Revisor und Abteilungsleiter bei der staatlichen Sportwetten GmbH in Frankfurt am Main.

Am 11. März 1956 trat Plitt als Major in die Bundeswehr ein und war zunächst bis Juni 1956 Personaloffizier in der Annahmeorganisation. Von Juli 1956 bis März 1958 war er stellvertretender Bataillonskommandeur des Grenadierbataillons 13, von April 1958 bis September 1964 Taktiklehrer an der Heeresoffizierschule III in München und von Oktober 1964 bis September 1967 Pressestabsoffizier im NATO-Oberkommando AFCENT in Fontainebleau in Frankreich, später in Brunssum in den Niederlanden. Ab Oktober 1967 war er zunächst Stellvertretender Brigadekommandeur, ab Oktober 1969 Brigadekommandeur der Panzerbrigade 14 in Koblenz. Am 29. Oktober 1970 erfolgte die Ernennung zum Brigadegeneral. Anschließend war er von Oktober 1972 bis 30. September 1975 Stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen der 2. Jägerdivision in Kassel. Mit Ablauf des September 1975 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI