Hans Uhlig
deutscher Germanist
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Hans Uhlig, eigentlich Johannes Hermann Uhlig (* 25. Februar 1924 in Hohenstein-Ernstthal; † 11. Oktober 2014 in Michendorf) war ein deutscher Germanist.[1]
Leben
Von 1930 bis 1938 besuchte Hans die Volksschule in seiner Geburtsstadt. Anschließend bis 1941 erlernte er den Beruf Kaufmann. Durch die Einberufung in die Wehrmacht 1941 wurde seine weitere Berufsentwicklung unterbrochen. Er nutzte die Möglichkeit sich autodidaktisch auf das Abitur vorzubereiten, das er 1944 in Finnland ablegte.
Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurde er 1945 Neulehrer, lehrte an einer Dorfschule, später an großen Grund- und Oberschulen, danach am Institut für Lehrerausbildung Waldenburg und am Pädagogischen Institut Erfurt. Im Vordergrund stand die Qualifizierung der 1. und 2. Lehrerprüfung 1948 und 1950, Mittelstufenfernstudium von 1951 bis 1954, Oberstufenfernstudium von 1956 bis 1963. Nach dem Staatsexamen wurde er in die Aspirantur an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität aufgenommen.
Im Fachschulwesen nutzte er später die gewonnenen Erfahrungen um 1963 an das Institut für Fachschulwesen der DDR berufen zu werden, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Sektorleiter tätig war.
Sein gesellschaftliches Wirken, für das er oft ausgezeichnet wurde, konzentrierte sich in den letzten Jahren mehr und mehr auf die Bereiche von Kunst und Pädagogik. Gleichfalls war er Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender von Glauchau. Er gehöre auch dem Kreisvorstand der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse an. Ebenfalls war er Vorsitzender der Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt des Kulturbundes der DDR.[2] 1947 heiratete er Ursula Curth. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.
Im Jahr 1965 promovierte er mit der Dissertation Leben und Werk Rudolf Lavants.[3] Als Autor von vielen Artikeln in den Zeitschriften Erzgebirgische Heimatblätter, Sächsische Heimatblätter sowie Weimarer Beiträge, um nur einige zu nennen, war er ebenfalls tätig. Hans Uhlig verstarb am 11. Oktober 2014 mit 90 Jahren in Michendorf, beerdigt wurde er in FriedWald Dessau-Wörlitz.[1]
Werke
- Uhlig, Hans: Methodische Hinweise zu den Konsultationen im Fernstudium, Karl-Marx-Stadt : Institut f. Fachschulwesen d. DDR, 1964.
- Hans Uhlig: Leben und Werk Rudolf Lavants. Ein Beitrag zur Erforschung der „Neuen Anfänge der sozialistischen Literatur“. Greifswald 1965 (Univ., Phil. Diss. v. 15. Febr. 1965)
- Hans Uhlig: Rudolf Lavant (d. i. Richard Cramer): Gedichte. Mit einem Vorwort von Manfred Häckel, Akademie Verlag, Berlin 1965 (Textausgabe zur frühen sozialistischen Literatur in Deutschland Band VI). Neuauflage: Reprint 2024, Gebundene Ausgabe, Hrsg.: De Gruyter, ISBN 978-3-11-276808-2
- Hans Uhlig: Rudolf Lavant. Zu den Anfängen der sozialistischen Literatur in Deutschland. In: Weimarer Beiträge, 17 Heft 12, Bd. 17.1971, 12, S. 162–168
- Uhlig, Hans: Beiträge zur Fachschulgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik: Grundfragen, Grundlagen, Impulse. Umfang: 77 Seiten, 1976. Serie: Schriftenreihe für den Fachschullehrer 87,4: Weiterbildung. Karl-Marx-Stadt: Institut für Fachschulwesen der DDR.
- Uhlig, Hans: Zur Entwicklung der Ingenieurausbildung (Fachschulniveau) auf dem Boden der heutigen DDR von den Anfängen bis zur Herausbildung des Imperialismus. Serie: Schriftenreihen des Instituts für Fachschulwesen. 87,5, Umfang: 59 Seiten, 1978. Karl-Marx-Stadt, Institut für Fachschulwesen der DDR.
- Uhlig, Hans: Wie schreiben wir die Geschichte einer Fachschule, Uhlig, Hans; Kreschnak, Werner. Umfang: 61 Seiten, 1978. Serie: Schriftenreihen des Instituts für Fachschulwesen / Für den Fachschullehrer / Weiterbildung 87/6. Karl-Marx-Stadt :Institut für Fachschulwesen der DDR,
- Uhlig, Hans: Grundfragen der Fachschulgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik. (Studienmaterial für das postgraduale Studium „Fachschulpädagogik“). 1983. Serie: Schriftenreihen des Instituts für Fachschulwesen, Umfang: 55 Seiten, 1983. Karl-Marx-Stadt: Institut für Fachschulwesen der DDR.
- Uhlig, Hans: Zur Geschichte des Fachschulfern- und -abendstudiums in der Deutschen Demokratischen Republik. Umfang: 88 Seiten, 1983. Karl-Marx-Stadt: Institut für Fachschulwesen der DDR.
- Uhlig, Hans (Mitarbeit): Traditionspflege an Fachschulen der Deutschen Demokratischen Republik; 1: Grundfragen. Umfang: 104 Seiten, 1983. Serie: Schriftenreihen des Instituts für Fachschulwesen / Reihe Beiträge zur Geschichte des Fachschulwesens der DDR 6.
- Uhlig, Hans (Mitarbeit): Traditionspflege an Fachschulen der Deutschen Demokratischen Republik; 2: Beispiele. Umfang: 76 Seiten, 1983. Serie: Schriftenreihen des Instituts für Fachschulwesen / Reihe Beiträge zur Geschichte des Fachschulwesens der DDR 7.
- Uhlig, Hans: Geschichte der Fachschulbildung von 1945 bis 1949 auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik und wesentliche Aspekte ihrer Vorgeschichte; 1: Textteil. Umfang: 259 Seiten, 1985. Serie: Schriftenreihe des Instituts für Fachschulwesen 11,1. Karl-Marx-Stadt : Institut für Fachschulwesen der DDR.
- Uhlig, Hans: Zur Geschichte der Ausbildung von Fachschulökonomen in der Deutschen Demokratischen Republik von 1949 bis zum Anfang der achtziger Jahre. Umfang: 84 Seiten, 1987. Serie: Schriftenreihe des Instituts für Fachschulwesen 12. Karl-Marx-Stadt : Institut für Fachschulwesen der DDR.
- Uhlig, Hans: Aus der Geschichte der Bezirksorganisation Karl-Marx-Stadt des Kulturbundes der DDR. 1945 bis 1952. Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt, Kulturbund der DDR. 1986.
- Uhlig, Hans: Aus der Geschichte der Bezirksorganisation Karl-Marx-Stadt des Kulturbundes der DDR. 1952 bis 1961/62. Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt, Kulturbund der DDR. 1987.
- Uhlig, Hans: Erzgebirge 1987 – Ein Jahrbuch für sozialistische Heimatgeschichte und Heimatkunde. Herausgeber: Kulturbund der DDR Bezirksleitung. Die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung der Bezirksorganisation des Kulturbundes der DDR für die Erfüllung der Aufgaben zur Erhaltung der vielfältigen Funktionen unserer Wälder.
- Uhlig, Hans: Geschichte der Fachschulbildung von 1949 bis zur Schaffung des qualitativ neuen Fachschulwesens der Deutschen Demokratischen Republik 1955/56. Umfang: 330 Seiten, 1989. Serie: Schriftenreihe des Instituts für Fachschulwesen 13. Karl-Marx-Stadt : Institut für Fachschulwesen der DDR.
Mitwirkung
- Uhlig, Hans: Konferenz der Vorsitzenden aller Beiräte für Ausbildung und Erziehung an den Ingenieur- und Fachschulen der DDR, Karl-Marx-Stadt: Institut f. Fachschulwesen d. DDR, 1965.
- Uhlig, Hans: Leitungstätigkeit an Ingenieur- und Fachschulen der DDR unter dem besonderen Aspekt der Leitung politisch-ideologischer Erziehung. Hartwig, Hans. - Karl-Marx-Stadt: Institut f. Fachschulwesen d. DDR, 1970.
- Uhlig, Hans: Förderung von Beststudenten an Ingenieurschulen. Homuth, Günther. - Karl-Marx-Stadt: IfF, 1983, 1. Ausg., 1. Aufl.
Weblinks
- Hans Uhlig in: Erzgebirgische_Heimatblaetter 1979 Heft 1, Seite 1
- Hans Uhlig in: Erzgebirgische_Heimatblaetter 1980 Heft 6, Seite 129
- Hans Uhlig in: Sächsische Heimatblätter 1979, Heft 4, Seite 168
- Hans Uhlig in: Sächsische Heimatblätter 1987, Heft 3, Seite 1