Hans Wocken
deutscher Pädagoge, Professor der Lernbehindertenpädagogik
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Hans Wocken (* 1943 in Rütenbrock) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Sonderpädagoge, der sich für die gemeinsame Beschulung aller Kinder, für Inklusion als Menschenrecht einsetzt[1].
Leben
Hans Wocken wurde 1943 in Rütenbrock (heute eingemeindet in Haren (Ems)) geboren, besuchte das Gymnasium in Meppen, studierte zum Volksschullehramt Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Vechta und darauf Sonderpädagogik in Dortmund. Er arbeitete als wissenschaftlicher Assistent in Dortmund und Köln, wurde 1977 zum Dr. päd. promoviert und war von 1980 bis 2008 Professor für Lernbehindertenpädagogik an der Universität Hamburg.[2] Auch danach hat er viele Vorträge als „Botschafter der Inklusion“ gehalten.
Wocken beschäftigt sich in erster Linie mit der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderungen (Integrative Pädagogik). Dabei initiierte und begleitete er mehrere Schulversuche in Hamburg. In diesem Kontext beschäftigt er sich auch mit Unterrichtsmethoden (z. B. Offener Unterricht), Lehrerbildung (z. B. Team-Teaching und Kooperation), sonderpädagogischen Förderzentren und der Soziologie von Behinderung.
Veröffentlichungen
Monografien (Auswahl)
- Integrationsklassen in Hamburg. Erfahrungen, Untersuchungen, Anregungen, Verlag Jarick Oberbiel, Solms 1987, ISBN 978-3920224367
- Am Rande der Normalität, Verlag HVA Schindele, Heid., 1990, ISBN 978-3891491010
- In der Bildung benachteiligt. Referate der Fachtagung „In der Bildung benachteiligt“ am 4. April 1992 in Würzburg, 1993, edition bentheim ISBN 978-3925265426
- Die Entwicklung der Kinder in der Integrativen Grundschule, Verlag Feldhaus, 1998, ISBN 978-3925408304
- Das Haus der inklusiven Schule: Baustellen – Baupläne – Bausteine, Verlag Feldhaus, 2011, ISBN 978-3925408380
- Vom Haus der inklusiven Schule: Berichte – Botschaften – Widerworte. 1. Auflage. Verlag Feldhaus, Hamburg [2015], ISBN 978-3-925408-48-9.
- Am Haus der inklusiven Schule: Anbauten – Anlagen – Haltestellen. 1. Auflage. Verlag Feldhaus, Hamburg [2016], ISBN 978-3-925408-50-2.
- Contra Inklusionskritik: Eine Apologie der Inklusion. 1. Auflage. Verlag Feldhaus, Hamburg [2018], ISBN 978-3-925408-53-3.
- Die AUCH-Inklusion: Die Idee der Inklusion und die Macht des Systems. 1. Auflage. Verlag Feldhaus, Hamburg 2019, ISBN 978-3-925408-54-0.
- DIALEKTIK der Inklusion: Inklusion als Balance. 1. Auflage. Verlag Feldhaus, Hamburg 2021, ISBN 978-3-925408-56-4.
Beiträge in Fachzeitschriften (Auswahl)
- Das Phantom der Nonkategorisierung. Wider die Hyperkategorisierung im pädagogischen Umgang mit Verschiedenen. In: Vierteljahreszeitschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete 88 (2019) 3, S. 171–177.
- Inklusive Momente in Bildungsprozessen: Kritik einer bildungstheoretischen Grundlegung der schulischen Inklusion. In: Zeitschrift für Inklusion 15 (2020) 4, Infoseite zur Zeitschrift.
- Wider die unmäßige Konstruktion von Förderbedarfen in der Inklusionsreform. Ein unpopuläres Plädoyer für einen engen Behinderungs- und Inklusionsbegriff. In: Zeitschrift für Heilpädagogik 75 (2024) 5, S. 204–218.
- Die falschen Lorbeeren des Schulsystems. Armut und Reichtum der Bundesländer determinieren die Leistungsrankings. In: Gemeinsam leben: Zeitschrift für Inklusion 33 (2025) 2, S. 106–144.[3]
Weblinks
- Literatur von und über Hans Wocken im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Hans Wocken Homepage
- Online verfügbare Volltexte bei Bidok.at
- Die inklusive Schule. Begründung - Konzept - Programmatik Vortrag von Hans Wocken auf der Loccumer Konferenz der Haupt-, Real- und Oberschulrektorinnen und -rektoren 2011 (MP3)