Harald Lemmerer
österreichischer Nordischer Kombinierer und Biathlet
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Harald Lemmerer (* 30. Dezember 1991 in Bad Ischl, Oberösterreich) ist ein ehemaliger österreichischer Biathlet und vormaliger Nordischer Kombinierer, der für den Verein WSC Bad Mitterndorf-Steiermark an den Start ging. Als Kombinierer siegte er sechsmal im Continental-Cup und wurde ab 2012 dreimal Zweiter der Gesamtwertung. 2017 wechselte er zum Biathlon, startete ab 2019 im Weltcup und nahm drei Jahre später an den Olympischen Spielen teil.
| Harald Lemmerer | ||||||||||||||||||||||||||||
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| Nation | ||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 30. Dezember 1991 (34 Jahre) | |||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Bad Ischl | |||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 194[1] cm | |||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 85 kg | |||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||
| Disziplin | Nordische Kombination Biathlon | |||||||||||||||||||||||||||
| Verein | WSC Bad Mitterndorf | |||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Vegard Bitnes, Ludwig Gredler (Biathlon) | |||||||||||||||||||||||||||
| Nationalkader | seit 2017 (B) (Biathlon) | |||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | |||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 2023 | |||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||
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Sportliche Laufbahn
Nordische Kombination
Lemmerer startete erstmals 2006 bei FIS-Rennen in Österreich und bestritt zunächst ausschließlich Wettkämpfe auf dieser Ebene. In der Saison 2008/09 debütierte er zunächst im Alpencup, wenig später auch im Continental-Cup, und klassierte sich zumeist außerhalb der Top 30. Sein erster Podestplatz im Alpencup kam im Dezember 2009 in Seefeld zustande, im folgenden Jänner nahm er weiterhin erstmals an den Juniorenweltmeisterschaften teil und belegte im Normalschanzenbewerb den 24. Platz. Im Teamwettbewerb erreichte er gemeinsam mit Thomas Egger-Riedmüller, Franz-Josef Rehrl und Mario Seidl Platz neun. Im Dezember 2010 lief der Österreicher bei CoC-Wettkämpfen in den Vereinigten Staaten dreimal unter die besten Zehn und debütierte kurz darauf beim Heimweltcup in der Ramsau auch im Weltcup, wo er den 50. Rang erreichte. Seinen ersten Weltcuppunkt gewann Lemmerer im Laufe der Saison 2011/12 in Seefeld mit einem 30. Platz, wenige Wochen später stieg er in Høydalsmo erstmals im Continental-Cup auf das Podest. Im März 2013 ließ er, erneut in Høydalsmo und eine Woche später in Örnsköldsvik, seine ersten Siege auf der zweiten Wettkampfebene folgen und belegte in deren Folge den zweiten Platz der Gesamtwertung.
Im Winter 2013/14 erzielte Lemmerer seine besten Weltcupplatzierungen. In Tschaikowski und Chaux-Neuve erreichte er im Jänner 2014 einen 14. und einen 15. Platz, außerdem bestritt er seinen ersten Teamwettkampf und lief gemeinsam mit Mario Stecher beim Teamsprint in Chaux-Neuve auf Rang neun. In der Weltcupgesamtwertung belegte er Platz 44, auf der zweiten Ebene siegte er in Klingenthal an der Seite Marco Pichlmayers im Teamsprint. Auch in der Saison 2014/15 lief der Österreicher im Val di Fiemme zu einem 14. Rang, weitere Ergebnisse in den Punkterängen führten zu Rang 39 in der Gesamtwertung und damit seiner besten Karriereplatzierung. In Tschaikowski lief er zudem am Saisonende im CoC dreimal auf das Podest und klassierte sich schlussendlich wie zwei Jahre zuvor auf Platz zwei des Gesamtklassements. Im August 2015 feierte er seinen ersten Sieg im Grand Prix, gemeinsam mit Bernhard Gruber entschied er den Teamsprint in Oberwiesenthal für sich. 2015/16 bekam Lemmerer sechs Weltcupstarts und lief dabei zweimal in die Punkteränge, in Pyeongchang siegte er überdies zum bereits fünften Mal im Continental-Cup. Im Folgewinter startete er wieder häufiger auf der höchsten Ebene und erreichte bei den Wettkämpfen in Sapporo zweimal den 18. Rang. Nach einem Zielsprint mit seinem Teamkollegen Martin Fritz stieg er im März 2017 in Nischny Tagil zum fünften und letzten Mal auf die oberste Stufe des Podestes im Continental-Cup.
Biathlon
In Vorbereitung auf den Winter 2017/18 wechselte Lemmerer zum Biathlon, nahm aber im August des Jahres noch am 50-Kilometer-Massenstart Skate the Ring über den Salzburgring teil und konnte diesen für sich entscheiden.[2] Sein internationales Debüt gab er im Jänner 2018 bei einem IBU-Cup-Sprint in Osrblie und schloss diesen als 81. ab. Seine zu Beginn für einen Umsteiger typischen schlechten Schießergebnisse konnte er jedoch recht schnell verbessern und erreichte schon im März des Jahres in Martell in Sprint und Verfolgung die Ränge 21 und 16. In der Saison 2018/19 startete der Österreicher durchgehend auf der zweiten Wettkampfebene und lief zumeist in die Punkteränge der besten 40 Athleten, bei seinen ersten Europameisterschaften schoss er jedoch in Einzel und Sprint insgesamt 16 Fehler und verpasste so vordere Platzierungen deutlich. Sehr überzeugend verlief hingegen Lemmerers Saisonschluss: Zunächst belegte er in Martell Rang vier im Sprint, bei der daran anschließenden Premiere des Massenstart 60 traf er 19 von 20 Scheiben und musste sich lediglich dem Franzosen Aristide Bègue um 2,6 Sekunden geschlagen geben. In der Saison 2019/20 rückte Lemmerer in die österreichische Weltcupmannschaft auf. Nach einem erneuten zweiten Platz beim ersten IBU-Cup der Saison in Sjusjøen wurde er unverzüglich in das Weltcupteam beordert und gab schon am ersten Wochenende in Östersund seinen Einstand. Auch beim Heimweltcup im Dezember 2019 in Hochfilzen war er Teil der Mannschaft, belegte im Sprint Platz 51 und qualifizierte sich somit für das Verfolgungsrennen, welches er allerdings nicht antrat. Sein erstes Staffelrennen bestritt er in Oberhof und wurde mit David Komatz, Simon Eder und Felix Leitner Neunter; für den Rest der Saison startete er im IBU-Cup, kam aber nicht in die Nähe vorderer Platzierungen.
Zu Beginn der Saison 2020/21 war Lemmerer wieder Teil des Weltcupteams und gewann beim Einzel in Kontiolahti als 31. seine ersten Weltcuppunkte. Bis zur Mitte des Winters wechselten sich gute und weniger gute Resultate ab, ihm gelangen in den Sprintrennen von Hochfilzen und Oberhof Punktgewinne sowie ein guter sechster Rang im Staffelrennen von Nové Město na Moravě. Für die Weltmeisterschaften bekam er keinen Startplatz. Im Folgewinter trat der 30-Jährige erst Mitte Dezember ins Renngeschehen ein und erreichte im IBU-Cup-Sprint von Obertilliach Rang fünf. Gesundheitsbedingt konnte er daraufhin erst im Jänner wieder zu Wettkämpfen antreten, verpasste aber bei seinen beiden Weltcupstarts die Punkteränge klar. Trotzdem bekam er einen Startplatz für die Olympischen Spiele von Peking und lief dort im Einzel auf Rang 57 sowie mit Komatz, Eder und Leitner im Staffelrennen auf Platz zehn. Die Saison 2022/23 verbrachte Lemmerer wieder durchgehend im Weltcup und belegte zumeist Plätze in den Top 60, verfehlte aber in sämtlichen Individualwettkämpfen die Punkteränge. Mit der Staffel kam als Bestergebnis ein sechster Rang zustande, seine ersten Weltmeisterschaften endeten mit Rang 40 im Sprint als stärkstes Resultat.
Nach Ende der Saison beendete Lemmerer im Alter von 31 Jahren seine Karriere als Leistungssportler.[3]
Statistiken (Nordische Kombination)
Grand-Prix-Siege im Team
| Nr. | Datum | Ort | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 1. | 29. August 2015 | Teamsprint Normalschanze |
Continental-Cup-Siege im Einzel
| Nr. | Datum | Ort | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 1. | 2. März 2013 | Gundersen Normalschanze | |
| 2. | 9. März 2013 | Gundersen Normalschanze | |
| 3. | 7. März 2015 | Gundersen Großschanze | |
| 4. | 23. Jänner 2016 | Gundersen Normalschanze | |
| 5. | 10. März 2017 | Gundersen Großschanze |
Continental-Cup-Siege im Team
| Nr. | Datum | Ort | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 1. | 8. Februar 2014 | Teamsprint Großschanze |
Weltcupplatzierungen

Grand-Prix-Platzierungen
Continental-Cup-Platzierungen
Statistiken (Biathlon)
Weltcupplatzierungen
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).
- 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
- Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
- Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
- Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
- Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln
| Platzierung | Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart | Staffel | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Platz | ||||||
| 2. Platz | ||||||
| 3. Platz | ||||||
| Top 10 | 7 | 7 | ||||
| Punkteränge | 1 | 2 | 9 | 12 | ||
| Starts | 7 | 22 | 7 | 9 | 45 |
Weltcupwertungen

Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:
| Saison | Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Platz | Punkte | Platz | Punkte | Platz | Punkte | Platz | Punkte | Platz | Punkte | |
| 2020/21 | 51. | 11 | 68. | 16 | – | – | – | – | 68. | 27 |
Olympische Winterspiele
Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:
| Einzelwettbewerbe | Staffelwettbewerbe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einzel | Sprint | Verfolgung | Massenstart | Männerstaffel | Mixedstaffel | |
| Olympische Winterspiele 2022 |
57. | – | – | – | 10. | – |
Weltmeisterschaften
Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:
Weblinks
- Harald Lemmerer in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
- Harald Lemmerer in der Datenbank der Internationalen Biathlon-Union (englisch)
- Harald Lemmerer in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch) (Skilanglauf)
- Harald Lemmerer in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
- Statistische Auswertung Biathlon bei realbiathlon.com (englisch)