Hartmut Ebbing

deutscher Politiker (FDP), MdB From Wikipedia, the free encyclopedia

Hartmut Heinrich Wilhelm Ebbing (* 13. Mai 1956 in West-Berlin) ist ein deutscher Politiker (bis 2026 FDP). Er war von 2017 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Hartmut Ebbing (2020)

Beruflicher Werdegang

Nach dem Abitur 1975[1] am Beethoven-Gymnasium[2] in Lankwitz absolvierte Ebbing eine Banklehre und nahm anschließend das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin und der University of Illinois, USA[2] auf, das er 1984 als Diplom-Kaufmann abschloss.[1] Parallel zum Studium war Ebbing bei der Berliner Bank tätig.[1] Von 1984 bis 1991[1] arbeitete er bei der Wirtschaftsprüfergesellschaft KPMG in Frankfurt am Main, Hamburg und Berlin[2] und legte zudem in dieser Zeit auch das Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer-Examen ab.[1] 1992 machte Ebbing sich als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater selbstständig.[1]

Politischer Werdegang

Ebbing trat 1995 in die FDP ein und war in unterschiedlichen Funktionen aktiv, unter anderem bis März 2018 als Vorsitzender des Landesfachausschuss Kulturpolitik der FDP Berlin.[3]

Zur Bundestagswahl 2017 trat Ebbing für die FDP im Wahlkreis Berlin-Steglitz – Zehlendorf an und wurde über den Platz 3 der FDP-Landesliste in den 19. Deutschen Bundestag gewählt. In der politischen Arbeit beschäftigte er sich hauptsächlich mit den Themen Kultur, Steuern und Mittelstand.[4] Im Bundestag war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Medien und Kultur sowie stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss und im Finanzausschuss. Von Januar 2018 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Bundestage war er kulturpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.[5]

Im November 2020 kündigte Ebbing an, für die Bundestagswahl 2021 nicht wieder anzutreten.[6] Vom 9. Juni 2024 bis zum 6. Februar 2026 war Ebbing Schatzmeister der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.[7] Von dem Amt war Ebbing zurückgetreten und hatte als Begründung persönliche und gesundheitliche Gründe angegeben.[8] Kurze Zeit später trat er auch aus der FDP aus. Die Partei hatte Ebbing im Zusammenhang mit den strafrechtlichen Vorwürfen gegen ihn hierzu aufgefordert.[9][10]

Strafverfahren

Am 19. Februar 2025 wurde Ebbing vom Amtsgericht Tiergarten wegen Erwerb und Besitz von Kinderpornografie in vier Fällen sowie Verbreitung dieser in elf Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt, deren Vollzug zur Bewährung ausgesetzt wurde.[8] Das Urteil, welches Handlungen zwischen September 2021 und Sommer 2023 betrifft, ist seit dem 19. März 2025 rechtskräftig.[11] Im Februar 2026 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Ebbing Anklage wegen sexuellem Missbrauch eines siebenjährigen Jungen erhoben hat.[12] Ebbing hat den Vorwurf durch seinen Anwalt zurückgewiesen.[10]

Privates

Ebbing wurde in Berlin-Lankwitz[2] geboren und ist evangelisch, ledig und Vater von drei Kindern. Er lebt in Berlin-Lichterfelde-Ost.

Commons: Hartmut Ebbing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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