Hartmut Oetker

deutscher Jurist und Professor From Wikipedia, the free encyclopedia

Hartmut Oetker (* 14. März 1959 in Hildesheim) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und war bis zu seiner Pensionierung Im Herbst 2025 ordentlicher Professor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Dort hatte er seit Herbst 2005 den Lehrstuhl für bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht inne. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Arbeitsrecht, darüber hinaus zeichnen ihn Publikationen zum Bürgerlichen Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht aus.

Oetker studierte Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin, wo er im Jahre 1983 seine erste juristische Staatsprüfung ablegte. Im Jahre 1986 wurde Oetker mit einer Arbeit zur Mitbestimmung der Betriebs- und Personalräte bei der Durchführung von Berufsbildungsmaßnahmen des Arbeitgebers an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Nachdem er im Jahre 1988 die zweite juristische Staatsprüfung beim gemeinsamen Prüfungsamt der Länder Freie Hansestadt Bremen, Freie und Hansestadt Hamburg und Schleswig-Holstein abgelegt hatte, folgte im Jahre 1993 wiederum in Kiel die Habilitation für die Fächer bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht mit einer Arbeit zur Beendigung von Dauerschuldverhältnissen.

Nach Lehrstuhlvertretungen an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde Oetker nach Ablehnung eines Rufes an die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald im Jahre 1995 zum Universitätsprofessor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ernannt und hatte dort den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Arbeitsrecht inne. Nach Ablehnung eines Rufes an die Eberhard Karls Universität Tübingen (1999) sowie eines weiteren Rufes an die Bucerius Law School Hamburg (2023) folgte er m Herbst 2005 einem Ruf an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht und trat dort die Nachfolge von Peter Kreutz an.

Oetker war von 1996 bis 2023 im 2. Hauptamt Richter am Thüringer Oberlandesgericht in Jena sowie von 2004 bis 2009 Mitglied des des Vorstandes der Ernst-Abbe-Stiftung. Von 2000 bis 2012 war er zudem an der Wirtschaftsuniversität Wien als Lehrbeauftragter tätig.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Durchführung von Not- und Erhaltungsarbeiten bei Arbeitskämpfen. 1984.
  • Die Mitbestimmung der Betriebs- und Personalräte bei der Durchführung von Berufsbildungsmaßnahmen des Arbeitgebers. Dissertation. 1986.
  • Die Anhörung des Betriebsrates vor Kündigungen. 1987.
  • Grundlagen und Grenzen der Tarifautonomie. 1992 (gemeinsam mit Säcker).
  • Die Verjährung – Strukturen eines allgemeinen Rechtsinstituts. 1994.
  • Das Dauerschuldverhältnis und seine Beendigung. Habilitationsschrift. 1994.
  • Der arbeitsrechtliche Bestandsschutz unter dem Firmament der Grundrechtsordnung. 1996.
  • Die Arbeiten zur deutsch-österreichischen Tarifrechtsangleichung. 1998.
  • Die Bündelung von Interessen der Belegschaftsaktionäre als Rechtsproblem. 2002.
  • Vertragliche Schuldverhältnisse. 5. Auflage 2018 (gemeinsam mit Maultzsch).
  • Handelsrecht. 9. Auflage. 2025.
  • Münchener Kommentar zum BGB (Mitherausgeber und Autor).
  • Kommentar zum HGB (Herausgeber und Autor).
  • Münchener Handbuch zum Arbeitsrecht (Mitherausgeber und Autor).
  • Kommentar zum europäischen Arbeitsrecht (Mitherausgeber und Autor).
  • Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht (Autor)
  • Gemeinschaftskommentar zum Betriebsverfassungsgesetz (Autor). Homepage von Hartmut Oetker

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