Harztor

Landgemeinde im Landkreis Nordhausen, Thüringen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Gemeinde Harztor ist eine Landgemeinde im nördlichen Landkreis Nordhausen im Freistaat Thüringen, die am 1. Januar 2012 durch den Zusammenschluss der vormaligen Gemeinden Ilfeld und Niedersachswerfen entstanden ist.[2]

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
?
Harztor
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Harztor hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 34′ N, 10° 46′ O
Bundesland:Thüringen
Landkreis: Nordhausen
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 109,4 km²
Einwohner: 7306 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99768
Vorwahl: 036331
Kfz-Kennzeichen: NDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 62 065
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ilgerstr. 23
99768 Harztor
Website: www.harztor.de
Bürgermeister: Stephan Klante (UWL)
Lage der Gemeinde Harztor im Landkreis Nordhausen
KarteHohensteinUrbachWerther
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Geographie

Lage

Harztor befindet sich im äußersten Norden Thüringens, hier ist der nördlichste Punkt des Freistaates. Die Gemeinde befindet sich etwa neun Kilometer nördlich der Kreisstadt Nordhausen. Nachbargemeinden sind in Thüringen Ellrich und Nordhausen. Im Norden der Gemeinde schließt sich Oberharz am Brocken an und im Osten Südharz, beide in Sachsen-Anhalt.

Gemeindegliederung

Die Landgemeinde besteht aus den Ortsteilen:

Geschichte

Evangelische Kirche St. Johannis-Pauli in Niedersachswerfen (Harztor)

Ursprünglich bestanden Pläne, alle sechs Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz zu einer Landgemeinde zusammenzuschließen. Nach Vorbehalten in der Gemeinde Neustadt/Harz trieben die Gemeinderäte von Ilfeld und Niedersachswerfen ab Januar 2011 die Idee der Bildung einer Landgemeinde aus nur zwei Gemeinden voran. Am 30. März 2011 stimmte der Gemeinderat von Niedersachswerfen dem Fusionsvertrag zu, am 5. April 2011 folgte der Gemeinderat von Ilfeld.

Als Name der neuen Landgemeinde war ursprünglich Hohnstein vorgesehen. Er wurde später auf Südharz geändert. Wegen der Namensgleichheit zur Gemeinde Südharz (Sachsen-Anhalt) wurde auch dieser Name vom Thüringer Innenministerium verworfen und der Doppelname Ilfeld-Niedersachswerfen in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht.[3] In einer Bürgerbefragung[4] sprachen sich die Einwohner der beiden Gemeinden mehrheitlich für den Namen Harztor aus. Der Zusammenschluss sollte ursprünglich bereits am 1. Dezember 2011 erfolgen, wurde aber um einen Monat verschoben.

Eingemeindungen

Zum 6. Juli 2018 wurden die Gemeinden Harzungen, Herrmannsacker und Neustadt/Harz eingemeindet, wodurch die Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz aufgelöst wurde.[5]

Einwohnerentwicklung

Jahr2012201320142015201620172018201920202021202220232024
Einwohner6081605060676059606059957588757775437476740574067306

Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 26. Mai 2024 führte zu folgendem Ergebnis für die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Kommunalwahl 2024
Wahlbeteiligung: 55,2 % (2019: 61,2 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,0 %
40,2 %
6,4 %
3,4 %
Weitere Informationen Parteien und Wählergemeinschaften, Stimmenanteil ...
Parteien und Wählergemeinschaften Stimmenanteil ± %p Sitze ±
BF-UWL Bürgerforum–Unabhängige Wählerliste 50,0 % + 6,7 11 + 2
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,2 % − 2,0 8 ± 0
Linke Die Linke 6,4 % + 6,4 1 + 1
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 3,4 % − 2,0 0 − 1
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands n. a. − 5,9 − 1
FDP Freie Demokratische Partei n. a. − 3,2 − 1
Gesamt 100 20
Wahlbeteiligung: 55,2 %
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Bürgermeister

Seit 2012 ist Stephan Klante (BF-UWL, ehemals CDU) Bürgermeister von Harztor. Von 2014 bis 2022 war er außerdem Mitglied des Kreistags. Er wurde zuletzt 2024 mit 97,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt.[7]

Verkehr

Harztor liegt an der Bundesstraße 4 und besitzt mehrere Bahnstationen – eine an der Südharzstrecke (Niedersachswerfen) und mehrere an der Harzquerbahn (Niedersachswerfen Herkulesmarkt, Niedersachswerfen Ost, Ilfeld, Ilfeld Neanderklinik, Ilfeld Bad, Netzkater, Bahnhof Eisfelder Talmühle, Tiefenbachmühle und Sophienhof). In Niedersachswerfen und Ilfeld verkehrt zudem die Straßenbahnlinie 10 nach Nordhausen.

Einzelnachweise

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