Hasso Neitzel

deutscher Offizier From Wikipedia, the free encyclopedia

Hasso Neitzel (* 11. Mai 1908; † 26. November 1964)[1] war ein deutscher Oberst der Wehrmacht und zuletzt Brigadegeneral der Bundeswehr.

Leben

Neitzel wurde in der Wehrmacht Oberquartiermeister der 2. Panzerarmee. Als im Mai 1942 an die 2. Panzerarmee der Befehl erging, eine möglichst große Anzahl von sowjetischen Zivilisten zur Arbeit nach Deutschland zu schicken, gab Neitzel diesen Befehl an die örtlichen Kommandanten weiter. Ende 1942 wurden aufgrund des Befehls über 14.000 Menschen aus dem Gebiet der 2. Panzerarmee nach Deutschland geschickt.[2] Im darauffolgenden Jahr besuchte er einen Generalstabslehrgang und wurde 1944 Kommandeur eines Grenadierregiments. Nach dem Tod von Generalleutnant Konrad-Oskar Heinrichs war er im September 1944 bis zur Übernahme des Kommandos durch Generalmajor Walter Bruns für wenige Tage Kommandeur der 89. Infanterie-Division.[3][4] In der Division war er Operationsoffizier. Mit dieser nahm er an der Schlacht im Hürtgenwald teil.[4][5] Zu Kriegsende führte er als Oberst das Panzergrenadierregiment 74 bei der 19. Panzer-Division.[2]

Nach dem Krieg kam er von 1945 bis 1947 in amerikanische Kriegsgefangenschaft.[2] In dieser Zeit wurde er für die Historical Division der US-Army eingesetzt und veröffentlichte in dieser Zeit verschiedene Berichte. Seine Berichte wurden, u. a. in den USA, zitiert und befanden sich auf den Leselisten der amerikanischen Militärschulen.[6]

Später kam er in die Bundeswehr, wo er u. a. als Oberst im Februar 1957 Referent und Referatsleiter für Offizier- und Unteroffiziernachwuchs im Truppenamt in Köln war.[7] Von Mai 1960 bis Juli 1962 kommandierte er die Panzergrenadierbrigade 16 in Wentorf bei Hamburg.[8] Ende 1961 erfolgte seine Ernennung zum Brigadegeneral.[9] Zum 30. September 1963 ging er dann in den Ruhestand.[1]

Schriften (Auswahl)

  • 89. Infanterie-Division, 8.–15.8.1944. B-425, 1947.
  • Die 89. Infanterie-Division im Westwall-Abschnitt Monschau, 13.9.–1.10.1944. B-793, 1948.
  • Sicherung der rückwärtigen Verbindungen im Osten. T-19, 1951.
  • 89. Infanterie-Division, Okt. 1944. Band 1 und 2, P-170, 1953.
  • Die Ausbildung der Reserveoffizieranwärter in der Truppe. In: Wehrkunde, Band 9, Ausgabe 6, 1960, S. 271 ff.
  • Ausbildung in der einer Brigade. In: Wehrkunde, 1964, S. 341–348.

Siehe auch

Einzelnachweise

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