Hauptendorf

Ortsteil von Herzogenaurach From Wikipedia, the free encyclopedia

Hauptendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Herzogenaurach im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[2] Hauptendorf liegt in der Gemarkung Burgstall.[3]

Schnelle Fakten Stadt Herzogenaurach ...
Hauptendorf
Koordinaten: 49° 34′ N, 10° 54′ O
Höhe: 310 m ü. NHN
Einwohner: 1013 (Juli 2023)[1]
Postleitzahl: 91074
Vorwahl: 09132
Hauptendorf Luftaufnahme (2020)
Hauptendorf Luftaufnahme (2020)
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Geographie

Das Dorf liegt südlich des Kernortes Herzogenaurach. Durch den Ort fließt der Litzelbach. Dieser mündet am nördlichen Ortsrand in den Schleifmühlbach und dieser wiederum unweit nördlich als rechter Zufluss in die Mittlere Aurach, an dessen Südufer der Ort liegt. Nördlich des Ortes erhebt sich der Gemeindeberg (327 m ü. NHN).[4]

Geschichte

Der Ort wurde 1348 im Bamberger Urbar erstmals urkundlich erwähnt. Das bambergische Amt Herzogenaurach hatte alle Herrschaftsrechte, Steuer und Gült im Ort inne. Die Hälfte des Zehnts war seit 1348 an Konrad Groß, den Gründer des Nürnberger Heilig-Geist-Spitals verpfändet. Nach dessen Ableben ging der Zehnt an diese Stiftung über. Infolge des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort zur Wüstung. Der Herzogenauracher Amtmann von Püttner kaufte diese um 1650 auf und ließ Bauern ansiedeln. Dessen Erben verkauften 1690 den Ort wieder an das Amt Herzogenaurach.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hauptendorf aus 8 Anwesen (3 Güter, 4 Gütlein, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das bambergische Amt Herzogenaurach.[6]

Von 1797 bis 1808 unterstand Hauptendorf dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Obermichelbach zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Burgstall an.[7]

Am 1. Januar 1972 wurde Hauptendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Herzogenaurach eingegliedert.[8]

Baudenkmäler

Als Baudenkmale sind die Martersäule und die Wegkapelle (beide Hauptendorfer Straße 5, Nähe Hauptendorfer Straße) ausgewiesen.[9]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002007002020002023
Einwohner 9312712012216319330538146453599110541013
Häuser[10] 92329343961129
Quelle [11][12][13][14][15][16][17][18][19][20][1][1]
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Religion

Hauptendorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Magdalena (Herzogenaurach) gepfarrt.[6] Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es auch Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession, die ursprünglich nach Heilig Geist (Obermichelbach) gepfarrt waren,[15] seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind sie in die Evangelische Stadtkirche (Herzogenaurach) gepfarrt.[17]

Verkehr

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2263 bei Niederndorf (0,3 km nördlich) bzw. nach Burgstall (2 km südwestlich).[4]

Hauptendorf liegt an der mittlerweile eingestellten Bahnstrecke Erlangen-Bruck-Herzogenaurach. Es besaß einen eigenen Haltepunkt. Nach aktueller Planung (2017) soll auf selber Strecke die Stadt-Umland-Bahn Erlangen verlaufen.

Literatur

Commons: Hauptendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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