Haus Byink

Rittersitz und eine frühere zweiinselige Wasserburg südlich von Davensberg in der Gemeinde Ascheberg im Kreis Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) From Wikipedia, the free encyclopedia

Haus Byink ist ein ehemaliger Rittersitz und eine frühere zweiinselige Wasserburg südlich von Davensberg in der Gemeinde Ascheberg im Kreis Coesfeld (Nordrhein-Westfalen). Die Anlage befindet sich in Privatbesitz und ist nur von außen zugänglich.[1]

Lage

Haus Byink liegt im westfälischen Tiefland (Kernmünsterland) zwischen Davensberg und Ascheberg am südlichen Rand von Davensberg.

Geschichte

Haus Byink wurde um 1400 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit war es im Besitz der Herren von Ascheberg. Der Ritter Heinrich von Ascheberg, verheiratet mit Hille von Hamern, gilt als der älteste bekannte Besitzer.

Um 1550 ließ ein Nachkomme gleichen Namens, Heinrich von Ascheberg, Droste von Stromberg, die bestehende Zweiinselanlage neu bebauen. Aus dieser Bauphase stammen die heute noch erhaltenen Gebäude auf der ehemaligen Vorburg.[2]

Im Jahr 1698 vermachte der Domherr Heidenreich von Ascheberg das Anwesen an Christoph Engelbert von Beverförde-Werries. Nach dem Aussterben dieser Familie im Jahr 1780 ging der Besitz an Friedrich Clemens von Elverfeld, der Namen und Wappen der Beverförde-Werries annahm. Die Familie von Elverfeld-Beverförde ist bis heute Eigentümer der Anlage.

Anlage und Bauwerke

Haus Byink war ursprünglich als Wasserburg auf zwei Inseln mit Außen- und Innengräfte sowie Wallanlagen mit Bastionen angelegt.[3] Große Teile dieser Befestigungen sind nicht mehr erhalten; die Innengräfte wurde in den 1960er Jahren verfüllt. Das ehemalige Herrenhaus auf der Hauptinsel wurde Ende des 19. Jahrhunderts abgebrochen.[2]

Das Bauhaus, errichtet 1558, ist ein typisches westfälisches Bauernhaus im Stil der Renaissance. Es weist bis zu 1,5 Meter starke Mauern auf und ist an den Giebeln mit Halbkreisaufsätzen sowie figürlichen Darstellungen aus bunt glasierten Ziegeln geschmückt.[4]

Das zweigeschossige Torhaus wurde 1561 erbaut. Es besteht aus Ziegelmosaik und wird an der Feldseite von zwei nahezu dreiviertelrunden turmartigen Vorbauten flankiert. Die Tordurchfahrt trägt das Allianzwappen der Familien Ascheberg und von der Recke. Dreistaffelgiebel mit Halbkreisaufsätzen sowie umlaufende Gurtgesimse gliedern die Backsteinfassaden.[1]

Nutzung und Gartenanlage

Die Anlage wurde über längere Zeit von Förstern bewohnt, weshalb der Garten ursprünglich keinen repräsentativen Charakter besaß. Seit 1984, nach dem Einzug von Ida Freifrau von Elverfeldt, genannt von Beverförde-Werries, entstand erstmals ein gestalteter Schmuck- und Nutzgarten. Dieser umfasst unter anderem Rosenpflanzungen, Staudenbeete sowie einen Gemüse- und Obstgarten.

Zugänglichkeit

Die Anlage befindet sich in Privateigentum und ist nicht öffentlich zugänglich. Eine Besichtigung ist ausschließlich von außen möglich.[2]

Einzelnachweise

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