Haus Kirschheide

denkmalgeschützte Villa in Solingen-Höhscheid From Wikipedia, the free encyclopedia

Haus Kirschheide ist eine denkmalgeschützte Villa in Solingen-Höhscheid.

Schnelle Fakten Daten ...
Haus Kirschheide
Haus Kirschheide mit Park (2008)

Haus Kirschheide mit Park (2008)

Daten
Ort Neuenhofer Straße 36
42657 Solingen
Bauherr J. A. Knecht, Stahlwarenfabrikant
Baustil Frühklassizismus, Zopfstil
Baujahr 1782 bis 1785
Koordinaten 51° 9′ 14,7″ N,  4′ 0,5″ O
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Das Haus liegt an der Neuenhofer Straße 36 in einem Park mit altem Baumbestand gegenüber der Villa Lindenhof im dortigen Wohnplatz Kirschheide. Der freistehende und von der Straße zurückgesetzte zweigeschossige Putzbau wurde 1782 bis 1785 in zeittypischen frühklassizistischen Formen mit Zopfstilelementen und spätbarocken Reminiszenzen für den Kaufmann J. A. Knecht errichtet. Der walmdachgedeckte Bau weist Werksteingliederungen sowie einen von einem Dreiecksgiebel bekrönten mittigen Eingangsrisalit auf, im rückseitigen, stark vorgezogenen Mittelrisalit liegt das Treppenhaus.[1]

Der Stahlkaufmann Knecht nutzte das Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus. Nach 1815 wurde es für 15 Jahre zum Amtssitz des preußischen Landrates des Kreises Solingen. Der erste Solinger Landrat, Wilhelm von Voss, soll sich 1818 in Haus Kirschheide selbst erschossen haben. Nach 1830 ging das Haus in private Hände über. 1920 erwarb die Fabrikantenfamilie Felix das Haus Kirschheide und ließ es renovieren. Während der Luftangriffe auf Solingen im Zweiten Weltkrieg diente der Keller des Gebäudes zeitweise als Luftschutzbunker.[2]

Die nächste große Renovation ging von der Stadt Solingen aus, die das Haus 1967 gekauft hatte und anfänglich niederreißen wollte. Ab 1979 wurde es Sitz der neugegründeten Zentralstelle Chorgesang. Seit 1993 ist im Haus das Standesamt der Stadt Solingen untergebracht.[2]

Literatur

  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Rheinland. Deutscher Kunstverlag 2005, S. 1113.
Commons: Haus Kirschheide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

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