Heike Meves
deutsche Pädagogin, Hochschuldozentin, Projekt-Koordinatorin, Malerin, Bildhauerin und Politikerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Heike Meves (* 19. März 1956 in Leipzig; † 18. Oktober 2020 in Schöneiche bei Berlin) war eine deutsche Kunstpädagogin und Politikerin (PDS), die von 1990 bis 1995 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin war.
Leben
Meves studierte von 1974 bis 1978 an der Pädagogischen Hochschule Dresden auf Lehramt und schloss als Diplom-Lehrerin für Kunsterziehung und Deutsch ab. Von 1978 bis 1982 arbeitete sie in Greiz als Lehrerin Von 1984 bis 1988 promovierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Dr. paed. Als SED-Mitglied wurde sie nach Kritik an der DDR-Staatsführung 1987 mit einem Berufsverbot als Lehrerin belegt.[1] Ab 1989 leitete Meves das Heimatmuseum von Berlin-Treptow und war ab 1990 Leiterin des Kulturamtes des Bezirks Treptow in Berlin. Ab Dezember 1990 ließ sie diese Position als Mitglied des Abgeordnetenhauses ruhen. Zuvor war sie bereits Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin. Bis Oktober 1995 gehörte sie der PDS-Fraktion an und war deren sportpolitische Sprecherin. In dieser Position gehörte sie zu den Kritikern der Olympia Berlin 2000 GmbH.[2] Sie schied nach der Wahl 1995 aus dem Parlament aus. Es folgte ein Rechtsstreit mit dem Bezirksamt Treptow um Wiedereinstellung als Amtsleiterin,[1] der aufgrund zwischenzeitlicher Nachbesetzung und Mangels adäquater Stelle zu Ungunsten Meves endete.[3][4] Später wurde sie erst an der Hochschule der Künste Berlin[5] und dann an der Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik «Alice Salomon» tätig[6] und arbeitete zuletzt als Amtsleiterin für Bildung und Kultur im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.[7] Zudem engagierte sie sich bei der Interessenvertretung zur Erhaltung der Kunsttherapie.[8]
Meves war Mutter zweier Kinder und lebte zuletzt in Schöneiche bei Berlin, wo sie mit weiteren 2014 ein Wohnprojekt im ehemaligen Rathaus gründete.[9][10][11]
Publikationen
- Die rationelle Nutzung der Erfahrungen der Schüler aus der ausserschulischen bildkünstlerischen Tätigkeit im Kunstunterricht der Klassen 8 und 9 zur weiteren Entwicklung der Individualität der Schüler. (Dissertation A). Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin 1988.
Literatur
- Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 261.