Heilenbach

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Heilenbach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Heilenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Heilenbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 4′ N,  28′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 7,84 km²
Einwohner: 104 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06569
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 048
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Website: bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Egon Moos
Lage der Ortsgemeinde Heilenbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Heilenbach von Osten

Geographie

Die Gemeinde liegt ca. 10 km nordwestlich von Bitburg auf dem Höhenrücken zwischen Nimstal und Ehlenzbachtal. Im Westen und Norden der Gemeinde erstrecken sich ausgedehnte Waldgebiete. Von dem 7,84 km² großen Gemeindegebiet werden 43 % landwirtschaftlich genutzt, 49 % sind von Wald bestanden (Stand 31. Dezember 2017).[2] Unmittelbar östlich der Ortschaft verläuft die Bundesautobahn 60.

Geschichte

Schon in der keltischen Zeit war Heilenbach besiedelt, wovon unter anderem ein Ringwall auf dem Hardtberg zeugt. Auch aus der römischen Zeit sind zahlreiche Funde erhalten; so wurde die Heilenbacher Filialkirche auf den Trümmern eines großen römischen Monuments aus blauem Sandstein errichtet.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als „Hellenbuhc“ im Prümer Urbar stammt aus dem Jahr 893. Bis die Franzosen das Gebiet besetzten, gehörte Heilenbach etwa 1000 Jahre als Teil des Hofes Seffern zur Prümer Herrschaft. 1800 wurde Heilenbach der Mairie Seffern zugeschlagen, die 1816 in der gleichnamigen Bürgermeisterei Seffern aufging. Letztere löste sich 1856 in die Bürgermeisterei Bickendorf (ab 1927 Amt Bickendorf) auf, aus dem sich mit weiteren Ämtern 1970 die Verbandsgemeinde Bitburg-Land bildete.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Heilenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1815124
1835160
1871184
1905156
1939158
1950158
1961137
JahrEinwohner
1970123
1987107
1997136
2005129
2011105
2017109
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Es gilt zu beachten, dass im Jahr 1828 vier Familien Heilenbach verließen, um nach Brasilien auszuwandern. Da sie jedoch nach dem Verkauf ihrer Besitztümer von dem Vorhaben abgebracht wurden, gründeten sie in neun Kilometern Luftlinie den Ort Neuheilenbach.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Heilenbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Bürgermeister

Egon Moos wurde 2009 Ortsbürgermeister von Heilenbach.[4] Da bei den Direktwahlen am 26. Mai 2019 und 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem jeweils neu gewählten Rat. Bei den konstituierenden Sitzungen am 22. August 2019 und am 2. September 2024 wurde Egon Moos jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[5][6]

Der Vorgänger von Egon Moos als Ortsbürgermeister war Leo Meyer.[7]

Wappen

Wappen von Heilenbach
Wappen von Heilenbach
Wappenbegründung: Die Farben Rot und Silber sowie die Abtskrümme symbolisieren die fast 1000-jährige Zugehörigkeit von Heilenbach zur Abtei Prüm. Für den Kirchenpatron Petrus steht der goldene Schlüssel; die Filialkirche "Petri-Stuhl-Feier zu Antiochien" wurde als Mittelpunkt und Wahrzeichen der Gemeinde in das Wappen aufgenommen.[8]
St. Petri Stuhl (Heilenbach)

Wahlen

In Heilenbach dominierten bis in die 2020er Jahre seit 1990 SPD und CDU. Bei einigen der letzten Wahlen konnten die Freien Wähler Erfolge erzielen und gewannen bei der letzten Kreistagswahl sogar mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen. Die FDP erzielte 2009 einmalig über 20 Prozent.

Ergebnisse zu Bundestagswahlen vor 2025 wurden wegen Bundeswahlordnung (§ 68 Abs. 2) nicht separat ausgewertet. Die Bundeswahlordnung (§ 68 Abs. 2) schreibt vor, dass Urnen mit weniger als 50 Stimmzetteln zur Wahrung des Wahlgeheimnisses nicht ausgezählt werden dürfen. Wenn weniger als 50 Personen in einem Wahllokal ihre Stimme abgegeben haben, wird die Wahlurne in eine Nachbargemeinde gebracht und gemeinsam mit den dortigen Stimmzetteln ausgezählt. In diesen Fällen sind nur die Gesamtergebnisse der zusammengefassten Gemeinden darstellbar.

Weitere Informationen Ergebnisse im Detail, Wahl ...
Ergebnisse im Detail
Wahl SPD CDU Grüne FDP AfD Linke FW Sonst.
Bundestagswahl 2025[9] 16,0 % 28,0 % 0,0 % 12,0 % 20,0 % 4,0 % 10,0 % 10,0 % (BSW: 8,0 %)
Europawahl 2024[10] 16,7 % 22,2 % 0,0 % 0,0 % 5,6 % 1,9 % 42,6 % 11,0 % (BSW: 5,6 %)
Kreistagswahl 2024[11] 12,7 % 23,8 % 0,0 % 7,9 % 3,2 % 52,4 %
Bundestagswahl 2021[12] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
Landtagswahl 2021[13] 38,9 % 13,0 % 9,3 % 7,4 % 1,9 % 1,9 % 27,8 % 0,0 %
Kreistagswahl 2019[14] 21,0 % 25,8 % 17,7 % 6,5 % 1,6 % 27,4 %
Europawahl 2019[15] 28,3 % 22,6 % 20,8 % 11,3 % 5,7 % 5,7 % 3,8 % 1,8 %
Bundestagswahl 2017[16] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
Landtagswahl 2016[17] 49,2 % 17,5 % 11,1 % 7,9 % 3,2 % 0,0 % 7,9 % 3,2 %
Europawahl 2014[18] 41,2 % 33,3 % 5,9 % 3,9 % 7,9 % 2,0 % 2,0 % 3,8 %
Kreistagswahl 2014[19] 45,3 % 35,8 % 5,7 % 1,9 % 1,9 % 9,4 %
Bundestagswahl 2013[20] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
Landtagswahl 2011[21] 32,8 % 32,8 % 17,2 % 3,4 % 0,0 % 13,8 % 0,0 %
Bundestagswahl 2009[22] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
Europawahl 2009[23] 34,0 % 31,9 % 4,3 % 19,1 % 2,1 % 8,5 %
Kreistagswahl 2009[24] 21,1 % 22,8 % 5,3 % 21,1 % 3,5 % 26,3 %
Landtagswahl 2006[25] 45,5 % 32,7 % 3,6 % 12,7 % ? 5,5 %
Bundestagswahl 2005[26] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
Europawahl 2004[27] 31,9 % 47,5 % 1,7 % 13,6 % 1,7 % 10,2 %
Kreistagswahl 2004[28] 16,4 % 34,4 % 14,8 % 34,4 %
Bundestagswahl 2002[29] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
Landtagswahl 2001[30] 50,9 % 29,8 % ? 10,5 % 8,8 % (REP: 5,3 %)
Bundestagswahl 1998[31] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
Landtagswahl 1996[32] 44,8 % 43,3 % ? 9,0 % 3,0 %
Bundestagswahl 1994[33] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
Landtagswahl 1991[34] 71,8 % 26,8 % 1,4 % 0,0 % 0,0 %
Bundestagswahl 1990[35] n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a. n. a.
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Sehenswürdigkeiten

Sehenswert und von historischer Bedeutung ist die auf Trümmern errichtete Filialkapelle „St. Petri Stuhl“ aus dem Jahre 1835.

Wirtschaft und Infrastruktur

Heilenbach ist eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde, obgleich die Bedeutung der Landwirtschaft in den letzten Jahren abgenommen hat. Waren 1971 noch 22 Betriebe in diesem Sektor vorhanden, die eine Fläche von 284 ha bewirtschaftet hatten, gab es 2007 noch sechs Betriebe auf 204 ha.[2] Die meisten Arbeitnehmer der Gemeinde sind in der Kreisstadt Bitburg und im Raum Trier beschäftigt.

Die nächste Autobahn-Anschlussstelle Bitburg an der A 60 ist etwa 5 km entfernt.

Heilenbach liegt an der Kreisstraße 75 und gehört zum Busnetz Waldeifel des Verkehrsverbundes Region Trier.

Commons: Heilenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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