Heimstetten
Ortsteil der Gemeinde Kirchheim bei München im oberbayerischen Landkreis München
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Heimstetten ist eine Gemeindeteil (Dorf) und eine Gemarkung von Kirchheim bei München im Landkreis München.
Heimstetten Gemeinde Kirchheim bei München | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 10′ N, 11° 45′ O |
| Postleitzahl: | 85551 |
| Vorwahl: | 089 |
Gemarkung
Heimstetten liegt südlich von Kirchheim bei München an der Bundesautobahn 99. Die Gemarkung Heimstetten (098678) umfasst 4,005 km² und hat 5909 Einwohner.[1]
Geschichte

Heimstetten wurde erstmals 1324 schriftlich in einer Urkunde genannt. Konrad IV. von Baierbrunn verkaufte 1324 seinen Kirchheimer Hof samt Zehent an den Münchner Bürger Martin Katzmair und schenkte 1328 dem Kloster Anger seine zwei Höfe in Heimstetten. Es wird aber davon ausgegangen, dass Heimstetten schon wesentlich früher bestanden haben dürfte.
Heimstetten (wie auch Kirchheim) wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde. Der Ort hatte bis 1960 aber immer unter 600 Einwohner, zur Zeit der Eingemeindung wurden 1684 Bürger gezählt. 1973 wurde der Gemeinde erstmals ein Wappen verliehen. Im Zuge der im Jahr 1976 verabschiedeten Gebietsreform wurde Heimstetten am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Kirchheim bei München eingegliedert.[2]
Die Eisenbahnstrecke München–Neuötting wurde am 1. Mai 1871 eröffnet, Heimstetten bekam zum 1. Mai 1897 einen „Halteplatz für den Vorortverkehr“.[3] 1907 wurde diesem wegen „des starken Verkehrsaufkommens“ eine Bahnhofswirtschaft beigefügt. Im Jahr 1972 wurde die Haltestelle nach Umbau Station der S-Bahn München – eine der Hauptursachen für die spätere starke Zunahme der Einwohnerzahl.
Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Kirchheim (anfangs die eigenständigen Gemeinden Kirchheim und Heimstetten) daran, eine Neue Ortsmitte (früher „Ortszentrum“) zu erstellen. Erster Schritt war die Errichtung der Grund- und Mittelschule I (damals Grund- und Teilhauptschule) in der Mitte zwischen den damals noch selbstständigen Gemeinden Kirchheim und Heimstetten im Jahr 1971. Langjährige Planungen folgten.
Im Jahr 2014 befasste sich der neu gewählte Gemeinderat von Kirchheim erneut mit der Ortsentwicklungsplanung, die im Herbst 2009 durch Bürgerbeteiligung und Kommunalpolitiker entstanden war. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Gemeinderatsmitgliedern und dem ersten Bürgermeister, konkretisierte die Planung. Es entstand das Strukturkonzept Kirchheim 2030, das im Oktober 2016 im Gemeinderat beschlossen wurde. Die Planungsidee sah die Verknüpfung der Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten durch einen Ortspark vor. Um den Park mit öffentlichen Bildungseinrichtungen und Kultur- und Erholungsmöglichkeiten herum sollte neuer Wohnraum geschaffen werden. Zudem wurden Verkehrslösungen u. a. für die Kreuzung der Staatsstraße 2082 und dem Heimstettener Moosweg entwickelt. Am 24. September 2017 kam es zusammen mit der Bundestagswahl zum Bürgerentscheid über das Konzept, dem letztendlich zugestimmt wurde.[4] Inzwischen sind Teile der Planungen auch umgesetzt.[5]


Bauwerke
Die Katholische Kirche St. Peter von Heimstetten wurde 1991 erbaut, Architekt war Alexander von Branca.
Unter Denkmalschutz stehen u. a.:[6]
- Kapelle St. Ulrich, die am 14. Oktober 1895 fertiggestellt und am 19. Juli 1896 geweiht wurde
- Meilerhaus
- Wegkreuz an der Bahnhofstraße (Gusseisen um 1900)
Verkehr
Zwischen den beiden Gemeindeteilen Kirchheim und Heimstetten verläuft die Staatsstraße 2082, die die Gemeinde u. a. an den Autobahnring A 99 anbindet. Im weiteren Verlauf verbindet sie Kirchheim mit der Messestadt im Westen und Erding im Osten. Die trennende Wirkung der Staatsstraße sollte mit dem Bau der Neuen Ortsmitte überwunden werden. Kirchheim und Heimstetten sind mittels zweier Straßen sowie einer Fußgängerbrücke verbunden.
Der Haltepunkt Heimstetten wird im 20-Minuten-Takt durch die Linie S 2 der S-Bahn München bedient, die von Petershausen und Altomünster über München und Markt Schwaben nach Erding verkehrt.[7]
