Heinrich Breit
deutscher Kommunalpolitiker und Fußballfunktionär
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Heinrich „Henry“ Breit (* 16. Oktober 1948 in Piesport) ist ein deutscher Fußballfunktionär, Steuerberater und grüner Lokalpolitiker. Seit 2014 ist er Aufsichtsratsvorsitzender des Fußballvereins SC Freiburg.[1]
Werdegang
Ausbildung, Beruf und Leben
Breit wuchs in Piesport an der Mosel auf, spielte dort Fußball und war auch als Schiedsrichter tätig. Er ist gelernter Bürokaufmann, besuchte die Handelsschule und absolvierte in Köln ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Nach dem Zivildienst im Jahre 1974 zog er nach Freiburg um Soziologie, Politik und Erziehungswissenschaften zu studieren. Das Studium schloss er im Jahr 1980 mit der Promotion ab. Nach zwei Jahren Lehrtätigkeit an der Universität Freiburg übte er den Beruf des Steuerberaters aus. 1988 machte er sich in Freiburg selbständig.[2][3][4]
Stadtrat
Von 1982 bis 1994 war für die Grünen Abgeordneter im Stadtrat der Stadt Freiburg. Während seiner Stadtrattätigkeit vermittelte er zwischen Freiburger Hausbesetzern und der Stadtverwaltung und setzte gegen einen anfänglichen, breiten Widerstand von Stadträten, des Oberbürgermeisters und der VAG die Einführung der Umweltschutzkarte im Nahverkehr durch, die später als Regiokarte bekannt wurde und sich in Folge flächendeckend in Deutschlands Städten durchsetzte.[5][2] Von den Grünen erhielt der überzeugte Fahrradfahrer daraufhin den Spitznamen „Mr. ÖPNV“. Der SPD-Oberbürgemeister Rolf Böhme sagte rückblickend über ihn: „Einen solch zuverlässigen und korrekten Menschen findet man selten in der Politik.“[2] 1985 wurde er Mitglied des Aufsichtsrates der Freiburger Verkehrs AG und der Stadtwerke. 1989 wurde er Verwaltungsratsmitglied der Freiburger Stadtbau sowie der Sparkasse Nördlicher Breisgau.[4]
Vereinsfunktionär
Breit war von 1998 bis 2014 Schatzmeister des SC Freiburg. Hierzu kam es als Achim Stocker als Vereinsvorsitzender des SC Freiburg und Konstanzer Jugendfreund von Rolf Böhme, den SC Freiburg-Fußballfan Breit anfragte, ob er die Aufgabe übernehmen wolle, die Steuern für den Verein zu bearbeiten. So wurde er 1998 Nachfolger des Vereinsschatzmeisters Bernd Ziegelbauer und Vorstandsmitglied des SC Freiburg.[2]
2003 wurde er Mitglied des Arbeitskreises Finanzen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und 2007 wurde er in den Aufsichtsrat der DFL gewählt. Außerdem war er Mitglied des Vorstandes des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Nach dem Tod von Stocker wurde er 2010 Stellvertreter des neuen Ersten Vorsitzenden Fritz Keller.[6] Im Zuge der Professionalisierung des SC Freiburg schlug Breit vor, Oliver Leki zum SC Freiburg zu holen um u. a. seine Aufgaben als Schatzmeister zu übernehmen. Leki wurde daraufhin 2013 Geschäftsführer des SC Freiburg und übernahm seine Posten bei DFL und DFB.[7][8][9][4] Zum Zeitpunkt als Breit den Schatzmeisterposten abgab, war der Verein schuldenfrei und alle Investitionen während seiner Amtszeit wurden aus Eigenkapital ohne Aufnahme von Krediten finanziert. Breit wechselte 2014 in den neu gegründeten Aufsichtsrat des SC Freiburg und ist seitdem dessen Vorsitzender.[10][11][12][2]
Des Weiteren ist er seit Gründung des Förderverein Freiburger Fußballschule im Jahre 2004 dessen stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister und zudem Vorstand der Achim-Stocker-Stiftung.[13] Seine Tochter ist Vorstand Fanpolitik in der Fanorganisation Supporters Crew Freiburg.[14][15][16][17]
Weblinks
- Heinrich Breit in der Datenbank von transfermarkt.de
- Heinrich Breit beim DFB ( vom 20. November 2013 im Internet Archive)