Helenalin

organische Verbindung, Naturstoff, Giftstoff From Wikipedia, the free encyclopedia

Helenalin ist ein natürlicher Entzündungshemmer mit Antitumor-[2] und antileukämischer Wirkung,[3] der in Arnika und anderen Asteraceae vorkommt. Es unterdrückt die Aktivierung eines Immunabwehrvermittlers und ist giftig. Chemisch handelt es sich um ein Sesquiterpen-Lacton.

Bergarnika (Arnica montana) enthält Helenalin.
Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Helenalin
Allgemeines
Name Helenalin
Andere Namen

(3aS,4S,4aR,7aR,8R,9aR)-4-Hydroxy-4a,8-dimethyl-3-methyliden-3,3a,4,4a,7a,8,9,9a-octahydroazuleno[6,5-b]furan-2,5-dion

Summenformel C15H18O4
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 6754-13-8
PubChem 23205
Wikidata Q387505
Eigenschaften
Molare Masse 262,3 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301311331
P: 301+310304+340302+352261280361264270271403+233330501405363[1]
Toxikologische Daten

125 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Helenalin ist neben der Bergarnika (Arnica montana) auch in anderen Arniken (etwa Arnica chamissonis), Wasserhanf (Eupatorium perfoliatum), der Großen Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) – alle im Kraut – sowie im Echten Alant (Inula helenium) – dort auch in der Wurzel – nachgewiesen.[4]

Während nicht gesichert ist, wie Sesquiterpenlaktone ihre antiphlogistische Wirkung entfalten, ist bei Helenalin nachgewiesen, dass es selektiv den Transkriptionsfaktor NF-κB hemmt, der eine Rolle in der Steuerung der Immunabwehr spielt.[5] In vitro ist es auch ein potenter, selektiver Inhibitor der Telomerase beim Menschen,[6] und zeigt anti-trypanosomale Aktivität.[7][8]

An Plasmodium falciparum zeigt es toxische Wirkung,[9] und Studien legen nahe, dass Helenalin auch wachstumshemmend auf Staphylococcus aureus wirkt und die Schwere einer S. aureus-Infektion mindert.[10]

Helenalin ist stark giftig, und als Allergen mit ausgeprägtem Sensibilisierungspotential einer der Hauptfaktoren einer Arnika-Allergie.[11]

Einzelnachweise

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