Helgo Bran

deutscher Politiker, Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Helgo Bran (* 23. April 1937 in Karlsruhe; † 22. Oktober 2025[1]) war ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen).

Helgo Bran (2013)

Leben

Helgo Bran war der Sohn des Journalisten Friedrich Bran und dessen Frau Gisela, geborene Brettschneider.[2] Bran machte das Abitur in Ettlingen und studierte Naturwissenschaften mit Hauptfach Biologie sowie Fremdsprachen und evangelische Theologie. Er war als Lehrer und Übersetzer tätig. Von 1980 bis 1984 war er einer der ersten grünen Landtagsabgeordneten in Baden-Württemberg. Bei der Landtagswahl am 16. März 1980 erzielte er mit 10,2 % das prozentual höchste Ergebnis von allen 70 Wahlkreisen für die Grünen in Baden-Württemberg. Er gewann das Zweitmandat im Wahlkreis Freiburg II. Im Frühjahr 1982 erregte er durch Aussagen zu Kernkraftwerken den Unmut seiner u. a. der Anti-Atomkraft-Bewegung entstammenden Partei: Ein Hochtemperaturreaktor sei ihm lieber als ein „Schneller Brüter“, und ein unterirdischer Reaktor sei besser als ein oberirdisches Kernkraftwerk. Wegen dieser von den Grundsätzen der Parteibasis abweichenden Äußerungen forderten seine Parteikollegen ihn zur Niederlegung seines Mandats auf.[3]

Als Rentner beschäftigte sich Bran mit verschiedenen biologischen Themen, insbesondere Mykologie und der weiteren Erforschung biologischer Rechts-Links-Merkmale (RLM).

Commons: Helgo Bran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI