Hellen Kwon

südkoreanische Koloratursopranistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Heseon Hellen Kwon (* 11. Januar 1961 in Seoul) ist eine südkoreanische Opernsängerin. Die Koloratursopranistin ist seit 1987 Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper.

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Koreanische Schreibweise
Koreanisches Alphabet: 헬렌 권
Revidierte Romanisierung:Hellen Gwon
McCune-Reischauer:Hellen Kwŏn
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Hangeul권해선[1]
Hanja權海善[2]
McCune-
Reischauer
Kwŏn Haesŏn
Schnelle Fakten wirklicher Name, Hangeul ...
wirklicher Name
Hangeul 권해선[1]
Hanja 權海善[2]
Revidierte
Romanisierung
Gwon Hae-seon
McCune-
Reischauer
Kwŏn Haesŏn
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Leben

Hellen Kwon wuchs in Seoul auf, ihre Mutter war Lehrerin. Ihr Musiklehrer förderte ihre Gesangsbegabung früh und ermunterte sie, ihre Ausbildung durch Gesangsunterricht zu vertiefen.[3] 1979 verließ sie Südkorea und studierte bis 1984 an der Hochschule für Musik Köln bei Dietger Jacob. Im Jahr 1984 gewann sie den ersten Preis der italienischen Novara International Singing Competition. Im selben Jahr debütierte sie als Königin der Nacht am Staatstheater Wiesbaden. Für seine Oper La Foret, die 1986 am Grand Théâtre de Genève uraufgeführt wurde, komponierte Rolf Liebermann eine Rolle für Hellen Kwon. Als Chef der Hamburgischen Staatsoper holte er sie 1985 als Ensemblemitglied an das Haus, wo sie seitdem in vielen Rollen Erfolge feierte.[4]

Die Rolle der Königin der Nacht hat sie bisher an allen großen Opernhäusern gesungen, so in Paris, Zürich, an der Bayerischen Staatsoper in München und an der Wiener Staatsoper. Auch zu zahlreichen internationalen Festivals wurde die Sängerin engagiert: 1988 bei den Bayreuther Festspielen, 1989 in Aix-en-Provence, 1990 in Glyndebourne und 1991 in der Entführung aus dem Serail bei den Salzburger Festspielen. Neben ihrer Operntätigkeit hat sich Hellen Kwon auch im Konzertbereich einen Namen gemacht. Hellen Kwon sang unter namhaften Dirigenten wie James Levine, Vladimir Ashkenazy, Giuseppe Sinopoli, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Wolfgang Sawallisch und Neville Marriner.

2010 erhielt Hellen Kwon für ihre Rolle in Das Gehege an der Hamburgischen Staatsoper den Rolf-Mares-Preis in der Kategorie „Außergewöhnliche Leistungen Darstellerinnen“.[5] 2011 verlieh ihr der Hamburger Senat auf Anregung von Opernintendantin Simone Young den Ehrentitel Hamburger Kammersängerin.[6] Im Jahr 2012 wurde Hellen Kwon von der koreanischen Regierung mit dem „Order of Civil“ ausgezeichnet.

Hellen Kwon ist mit dem Cellisten Georg Pawassar verheiratet.[7] Sie hat einen Sohn, Julien, der 1999 geboren ist.[3]

Rollen

Diskografie (Auswahl)

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1984: Erster Preis der italienischen Novara International Singing Competition
  • 1987: Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preis
  • 2010: Rolf-Mares-Preis der Hamburger Theater für ihre herausragende Leistung als Darstellerin in der Inszenierung von Das Gehege[3]
  • 2011: Auszeichnung als Hamburger Kammersängerin durch den Hamburger Senat
  • 2012: „Order of Civil“ der Südkoreanischen Regierung
Commons: Hellen Kwon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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