Hellfried Lack
deutscher Möbel-Designer
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Leben und Werk
Die Familie Lacks wurde in der Folge des Zweiten Weltkriegs aus Ostpreußen vertrieben und kam in die Sowjetische Besatzungszone. Lack absolvierte von 1946 bis 1948 eine Lehre als Möbeltischler und arbeitete dann in seinem Beruf. Von 1950 bis 1953 studierte er an der Fachschule für angewandte Kunst Erfurt. Von 1953 bis 1958 war er an der Hochschule für Architektur und Bauwesen (HSAB) Weimar wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Innengestaltung bzw. bis 1969 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Innengestaltung. Er war dort unter der Direktion von Horst Michel mit Rudolf Großmann im Fachbereich Sitz-, Liege- und Behältnismöbel für die formgestalterische Anleitung der Möbelindustrie zuständig. Ein Kollektiv des Instituts, dem neben Lack auch Michel, Großmann und Sigrid Kölbel angehörten, gestaltete 1962 für die Ausstellung „neues leben – neues wohnen“, die im Zuge des Wohnungsbauprogramms der DDR im Experimentalbau des Plattenbautyps P2 in Berlin-Fennpfuhl durchgeführt wurde, eine Wohnung. Dafür forderte Michel, dass die Ausstattungsgegenstände so „zweckmäßig wie möglich“ sein sollten.[1]
Von 1969 bis 1984 war Lack wissenschaftlicher Assistent im Bereich Gebäudeausbau, -ausstattung und -ausrüstung der Sektion Architektur und dann bis zu seinem Eintritt in die Rente 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftsbereich Ausbau. Dabei übernahm er auch Lehraufgaben im Fachbereich Innenraumgestaltung und betreute die fachbezogene Forschung des Bereichs Ausbau.
In der DDR wurden von Lack designte Möbel u. a. 1961 in Erfurt auf der 1. Internationalen Gartenbauausstellung sozialistischer Länder und 1962/1963 und 1967/1968 auf der Fünften und VI. Deutschen Kunstausstellung in Dresden gezeigt. Einige seiner Entwürfe erhielten in der DDR und international Anerkennung.
Lack war bis 1990 Mitglied des Bunds der Architekten der DDR und des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Literatur
- Heinz Hirdina: Gestalten für die Serie. Design in der DDR. 1949 – 1985. Verlag der Kunst, Dresden, 1988, S. 381
- Lack, Hellfried. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 512.
Weblinks
- Nachruf: Hellfried Lack (PDF), auf uni-weimar.de