Helmut Bomhard

deutscher Bauingenieur From Wikipedia, the free encyclopedia

Helmut Bomhard (* 16. Juli 1930 in Rothenburg ob der Tauber; † 1. Mai 2021 in Starnberg[1]) war ein deutscher Bauingenieur.

Leben

Von 1950 bis 1955 studierte Bomhard neun Semester an der TH München an der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen. 1966 wurde er Oberingenieur bei Dyckerhoff & Widmann, wo er rasch zum Prokuristen und Direktor aufstieg. 1989 erhielt er die Ehrendoktorwürde durch die Universität Essen. 1994 wurde er Honorarprofessor für Entwurf und Gestaltung von Ingenieurhochbauten im Hoch- und Industriebau an der TU Dresden.

Werk

Ehemalige Paketposthalle

Bomhard war als Bauingenieur u. a. an der Umsetzung des Hypo-Hochhauses und der Paketposthalle in München beteiligt.[2][3] Beim BMW-Vierzylinder,[4][5] der seit 1999 unter Denkmalschutz steht, und bei der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen war er verantwortlich für die Tragwerksplanung.[6] Das Denkmalnetz Bayern bezeichnete ihn als bedeutenden Impulsgeber des Ingenieurwesens der Spätmoderne.[7]

1990 wurde er mit der fip-Medaille ausgezeichnet.

BMW-Vierzylinder

Sonstiges

Bomhard engagierte sich in der Starnberger Kommunalpolitik in der „Wählergemeinschaft Pro Starnberg“ (WPS) als Vorstandsmitglied vornehmlich im Kampf gegen die Seeanbindung[8] und gegen die geplante Tunnelröhre[9] der durch Starnberg verlaufenden B2.[10]

Literatur

  • Bernd Vollmar: Das BMW-Hochhaus als Denkmal – Entstehungs- und Veränderungsprozesse, in: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Jahrbuch der Bayerischen Denkmalpflege, Band 68/69, 2014/2015, München/Berlin 2017, ISBN 978-3-422-07411-8, S. 141–150.
  • Manfred Curbach, Wolfgang Graße, H.-D. Haim, Heinz Opitz, Harald Schorn und Jürgen Stritzke (Hrsg.): Ehrenkolloquium am 16. November 2000 anlässlich des 70. Geburtstages von Prof. Dr.-Ing. E.h. Helmut Bomhard. Dresden 2000, OCLC 76424283.

Einzelnachweise

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