Helmut Göschel
deutscher Politiker, MdL
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Helmut Göschel (* 19. September 1944 in Weimar; † 5. November 2025[1][2]) war ein deutscher Politiker (SPD). Von 1987 bis 2006 war er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg.
Leben und Beruf
Helmut Göschel wuchs im badischen Sinsheim an der Elsenz auf und studierte nach seinem Abitur bis 1967 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Anschließend wirkte er bis 1995 als Lehrer in Sinsheim. Göschel war verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Politik
In den 1970er Jahren begann Göschel, sich kommunalpolitisch zu engagieren und trat der SPD bei. Von 1975 bis 1980 war er Ortschaftsrat in Waldangelloch. 1975 wurde Göschel erstmals in den Sinsheimer Gemeinderat gewählt und bis 2024 neunmal bestätigt. Er gehörte zu den ehrenamtlichen Stellvertretern des Oberbürgermeisters und war von 1999 bis 2007 Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Daneben gehörte er von 1999 bis 2009 und von 2014 bis 2023 dem Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises an. 2024 verlieh ihm die Stadt Sinsheim den Titel Ehrengemeinderat.
Im Jahr 1987 war Göschel für Brigitte Adler in den Landtag von Baden-Württemberg nachgerückt. Er gehörte ihm bis 2006 für fünf Legislaturperioden an. Göschel vertrat dort stets ein Zweitmandat im Wahlkreis 41 (Sinsheim) und war verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.
In der SPD Rhein-Neckar gehörte er in den 1990er Jahren zum Kreisvorstand und war 1990–1996 Kreisvorsitzender in der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik e.V., dem Zusammenschluss der SPD-Kommunalpolitiker im Rhein-Neckar-Kreis.
Göschel war Träger der Karl-Wilhelmi-Ehrenmünze der Stadt, der Willy-Brandt-Medaille der SPD und des Bundesverdienstkreuzes am Bande.[3][4]