Helmut Seehausen
deutscher Maler, Graphiker, Designer, Bildhauer und Bronzearbeiter, Kunstgewerbler und Hochschullehrer sowie Illustrator
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Helmut Seehausen (geboren 18. Mai 1913 in Borstel (Landkreis Diepholz);[1] gestorben 17. Dezember 1999 in Hannover)[2] war ein deutscher Maler, Graphiker, Designer, Bildhauer und Bronzearbeiter, Kunstgewerbler und Hochschullehrer[1] sowie Illustrator.[2]
Leben und Werk
Helmut Seehausen legte sein Abitur am Gymnasium in Nienburg/Weser ab[2] und durchlief anschließend eine Ausbildung an der Kunstgewerbe- und späteren Meisterschule Hannover.[1]
Vor dem Zweiten Weltkrieg wohnte Seehausen mit seiner Familie in Hannover, von wo er zum Kriegsdienst als Soldat in Russland abkommandiert wurde, wo er ebenfalls - heute teils erhaltene - Bilder schuf.[3] In der frühen Nachkriegszeit arbeitete Seehausen ab 1946 als freischaffender Maler und Graphiker,[1] bis 1951 zunächst in Schoningen, wo er für Lebensmittel und Unterkunft - Gemälde und Holzschnitte schuf mit Darstellungen einzelner Gebäude und Landschaften in und um den Höhenzug Solling. Er schuf außerdem llustrationen für Bücher, Zeitungen und Kalender für zwei in Göttingen ansässige Verlage, bevor er mit seiner Familie 1951 zurück nach Hannover ging.[3]
1960 bis 1963 lehrte Helmut Seehausen an der Werkkunstschule Hannover, 1964 bis 1976 an der Werkkunstschule-Kunsthochschule-Gesamthochschule Kassel und von 1976 bis 1979 an sowohl an der Fachhochschule Hannover als auch an der Volkshochschule Hannover.[1] Zeitweilig parallel dazu gab er ab 1976 Zeichenkurse an dem von der Architektin Helke Salzburg eingerichteten „Werkhof Bissendorf“, dem 1878 von ihrem Ururgroßvater gebauten und 1972 zur Kunstgalerie umfunktionierten Fachwerkhaus Am Heerwege 7 in Bissendorf.[2]

Ab 1979 arbeitete Seehausen als freischaffender Maler und Graphiker mit den Techniken Öl-, Aquarell- und Pastellmalerei sowie Holzstich, Radierung und Lithographie[1] und „kritische Zeichnung.“
Seehausen war Mitglied im Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler, Landesverband Niedersachsen.[4]
Helmut Seehausen lebte 1988 im Haus Lavesstraße 18.[4] Er starb 1999 im Alter von 86 Jahren in Hannover.[2] Nach seinem Tod überließ seine Familie einen Großteil seiner Bilder dem Archiv in Seehausens Geburtsort Borstel.[3]
Ausstellungen
Seehausen beschickte zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen, darunter
- ab 1947 mehrfach das Welfenschloss Münden,[4]
- die BBK-Galerei und den Kunstverein Hannover,[4]
- die Overbeck-Gesellschaft in Lübeck,[4]
- das Frederikshavn Kunstmuseum in Dänemark,[4]
- die Grafik Biennale in Maastricht,[4]
- das Historische Museum der Stadt Krakau,[4]
- die Grafik Triennale auf Schloß Bevern.[4]
Zudem gab Seemann von 1982 bis 1996 Werke zur Illustration der Jahresgaben der Kestner-Gesellschaft.[4]
Bekannte Werke (Auswahl)
- In der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek finden sich (Stand: März 2026) 11 verschiedene Bücher mit Illustrationen Seehausens.[2]
- im Museum in Schoningen finden sich Gemälde und Holzschnitte Seehausens[3]
- Das Richard-Brandt-Heimatmuseum in Bissendorf erhielt
- 2023 eine Mappe mit acht Radierungen des Künstlers mit Motiven aus der Wedemark aus dessen Serie Landschaften aus Niedersachsen[2]
- 2026 das Aquarell „Bissendorfer Moor“ als Schenkung[2]
Literatur
- Jutta Bergengruen: Helmut Seehausen – Kirchensiegel und Exlibris, Frederikshavn 1986
- Marion Beaujean: Helmut Seehausen. Illustrationen, Buchgraphik, Frederikshavn: Exlibristen, 1988, ISBN 87-7317-141-7
- Elisabeth Schwiontek: Kunstkonturen – Künstlerprofile, hrsg. vom BBK Niedersachsen, Hannover: Hahn-Druckerei, 1998, ISBN 3-00-002800-5, S. 117 u. ö.
Weblinks
- Christiane Kreie (Red.): Acht Radierungen und ein Aquarell von Helmut Seehausen für's Museum, illustrierter Artikel auf der Seite des Fördervereins für das Heimatmuseum Wedemark in Bissendorf vom 11. März 2026
- Seehausen, Helmut (1913-1999) im Kalliope-Verbund