Hendelhammer
Ortsteil von Thierstein
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Hendelhammer ist ein Gemeindeteil des Marktes Thierstein im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Hendelhammer hat eine Fläche von 1,283 km². Sie ist in 143 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8973,74 m² haben.[1][4]
Hendelhammer Markt Thierstein | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 8′ N, 12° 6′ O |
| Höhe: | 500 m ü. NHN |
| Fläche: | 1,28 km²[1] |
| Einwohner: | 50 (25. Mai 1987)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 39 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 95199 |
| Vorwahl: | 09287 |
Geographie
Das Dorf liegt an der Eger in einer Waldlichtung zwischen der Selber Forst im Norden und der Kaiserhammer Forst-Ost im Süden. Der Abschnitt der Eger steht unter Naturschutz. Nördlich von Hendelhammer befindet sich der Herrgottstein, der als Geotop ausgezeichnet ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße WUN 19 (0,8 km westlich), die in Nord-Süd-Richtung parallel zur Bundesautobahn 93 verläuft.[5]
Geschichte
Der ehemalige Eisenhammer wurde wahrscheinlich 1368 von Albrecht von Nothaft gegründet. Der Ortsname leitet sich vom Familiennamen Hendel ab;[6] Nikol Hendell gehörte eine Hälfte des unteren Hammers, wie aus dem Landbuch der Sechsämter (1499) hervorgeht. Die andere Hälfte gehörte Albrecht Taubenmerkel. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Amt Thierstein aus.[7] Anfang des 16. Jahrhunderts wurde neben dem Hammer auch eine Mühle und ein Sägewerk erwähnt.[8] 1787 war der Hammer stillgelegt. Es gab vier Wohnhäuser, eine Mühle, ein Gütlein und ein Tropfhaus.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand Hendelhammer dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[9] Mit dem Gemeindeedikt wurde Hendelhammer dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thierstein[10] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Birkenbühl zugewiesen. Am 1. Januar 1978 wurde Hendelhammer im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thiersheim eingemeindet.[11]
Baudenkmäler
In Hendelhammer gibt es vier Baudenkmäler:[12]
- Haus Nr. 3: Wohnhaus
- Haus Nr. 5 und 6: Wohnstallhäuser
- Brücke über die Selb
Einwohnerentwicklung
Religion
Hendelhammer ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Thierstein) gepfarrt.[20]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hendelhammer. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 571 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 260.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 163.
- Josef Maria Ritz, Bernhard Hermann Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Oberfranken 1). R. Oldenbourg, München 1954, DNB 457322578, S. 121–122.
Weblinks
- Hendelhammer in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 11. November 2025.
- Hendelhammer in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 11. November 2025.
- Hendelhammer im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 11. November 2025.