Hermann Adami

deutscher Architekt und Zeichner From Wikipedia, the free encyclopedia

Hermann Fridolin Adami (* 3. Juli 1861 in Eisenach; † 3. Juli 1941 in Dresden) war ein deutscher Architekt und Zeichner, der für seine Ziegelrohbauten bekannt wurde.[1]

Leben und Wirken

Zeichnung der Johanniskirche in Magdeburg von H. Adami

Er stammte aus derm thüringischen Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und war der Sohn von Johann Gustav Adami und dessen Ehefrau Emma Adami geborene Gebhardt. Nach dem Schulbesuch schlug er eine baugewerbliche Ausbildung ein. Von 1882 bis 1885/86 studierte er an der Abteilung Hochbau am Königlich Sächsischen Polytechnikum in Dresden. Er legte 1885 das Diplom als Architekt ab und wurde Lehrer an der Königlich Sächsischen Kunstakademie Dresden. Später wechselte Adami dann nach Leipzig.

1889 heiratete er in Dresden die Tochter des Professors Johann Eduard Rudolf Heyn. Bereits im Schuljahr 1890/91 wechselte er als Baumeister und Lehrer an die Baugewerbeschule nach Magdeburg. Dort kam 1894 die gemeinsame Tochter Marianne Irene zur Welt. Später wurde er zum Professor und Oberstudienrat ernannt. Bekannt wurde Adami vor allem durch seine detaillierten Bauzeichnungen und Entwürfe für Ziegelrohbau-Wohnhäuser in Stadt und Land, die ab 1898 auch als Serien in Form von Farbdrucktafeln im deutschsprachigen Raum erschienen sind.[2] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er auch am Umbau der Lukasklause in Magdeburg beteiligt, seine Zeichnung davon erschien in der Illustrirten Zeitung (Nr. 3197).

Er starb an seinem 80. Geburtstag an Altersschwäche und wurde auf dem Alten Annenfriedhof in Dresden beigesetzt.

Sein wissenschaftlicher Nachlass wird heute im Stadtarchiv Magdeburg unter der Bestandssignatur 11 Q verwaltet. Darunter befinden sich neben persönlichen Unterlagen auch Zeichnungen und Gedichte.[3]

Schriften (Auswahl)

  • Ueber den Mailänder Dom. In: Der Civilingenieur, 1889, Sp. 335 ff.
  • Entwürfe für Ziegelrohbau. Bruno Hessling, Berlin 1898.

Literatur

  • Eine besondere Federzeichnung. Ein Dresdner Professor mit Thüringer Wurzeln. In: Arnstädter Stadt-Echo. Bd. 25 (2024), Nr. 276, S. 2.
  • D. Joseph: Geschichte der Baukunst. Erster Band, 2025, S. 432.

Einzelnachweise

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