Hermann Isenmann

deutscher Bildhauer, Metallgießer und Restaurator From Wikipedia, the free encyclopedia

Hermann Isenmann (* 1908 in Ohlsbach, Baden;[1]1991) war ein deutscher Bildhauer, Metallgießer und Restaurator.

Leben

Habakuk, 3,95 m hohe Bronzestatue, von Isenmann bis 1971 ausgeführte Vergrößerung einer 1934 von Max Ernst geschaffenen, 52 cm hohen Gips-Statuette, Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz
Wohnhaus von 1936 bis 1937: „Musterhaus für Künstler“, Franz-Jürgens-Straße 11, Düsseldorf-Golzheim

Isenmann studierte 1935/1936 an der Kunstakademie Düsseldorf Bildhauerei unter Alexander Zschokke. Mit seiner Ehefrau Theresia, geborene Happe, zog er 1936 in ein Musterhaus der Reichsausstellung Schaffendes Volk in der Künstlersiedlung Golzheim, Franz-Jürgens-Straße 11, das er bis 1937 bewohnte.[2] Helga, eine Tochter des Paares, heiratete 1956 den Bildhauer Heinz Gernot.[3]

Von 1949 bis 1975 arbeitete Isenmann als künstlerisch-technischer Leiter der Gipswerkstatt der Kunstakademie Düsseldorf.[4] Dort unterrichtete er angehende Bildhauer, insbesondere in den Techniken des Gipsgusses. Isenmann war als Restaurator und als Fachmann zur Anfertigung von Modellen für den künstlerischen Metallguss besonders anerkannt; um 1970 erhielt er den Auftrag, für den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen eine vergrößerte Fassung von Max Ernsts Figur Habakuk anzufertigen.[5] Diese Arbeit war Teil einer Edition von zehn geplanten, schließlich aber nur vier realisierten Fassungen,[6] die Ernst 1970 autorisiert hatte.[7] Die Kosten für die Herstellung teilten sich der Kunstverein, Max Ernst und der Kunstsammler Wilhelm Hack.[8]

Schüler von Isenmann waren Bernd Lohaus und Peter Hohberger.

Werk (Auswahl)

Einzelnachweise

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