Hermann Zahr
Landrat in Tübingen
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Hermann Zahr (* 6. November 1895 in Spechthausen; † 19. Mai 1974 in Tübingen) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1947 bis 1962 Landrat des Landkreises Tübingen.
Werdegang
Zahr leistete von 1914 bis 1918 Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg und wurde mehrfach verwundet. Von 1918 bis 1920 gehörte er der USPD bei, später trat er der SPD bei. In der Weimarer Republik war er als Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor mehrerer Theater im Verband der deutschen Volksbühnen-Vereine in Berlin tätig. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde er aus politischen Gründen entlassen. 1938 ließ er sich als Geschäftsführer und Generalvertreter eines wissenschaftlichen Verlages in Dußlingen nieder, wo er bis zu seinem Tod lebte.
Am 20. Mai 1945 wurde Zahr von der französischen Militärregierung als Bürgermeister von Dußlingen eingesetzt. Am 5. Mai 1946 wurde er aus diesem Amt wieder entlassen, nachdem er sich mit dem Ortskommandanten angelegt hatte. Anschließend holte ihn Landrat Viktor Renner als Mitarbeiter ins Tübinger Landratsamt. Am 15. September 1946 erhielt Zahr bei der Dußlinger Bürgermeisterwahl 85,5 Prozent der Stimmen, obwohl er sich nicht zur Wahl gestellt hatte. Er trat das Amt nicht an.
Am 25. Januar 1947 wurde Zahr zum Landrat des Landkreises Tübingen ernannt. 1962 trat er in den Ruhestand.
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zahr, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD) |
| GEBURTSDATUM | 6. November 1895 |
| GEBURTSORT | Spechthausen |
| STERBEDATUM | 19. Mai 1974 |
| STERBEORT | Tübingen |