Hexagames

ehemaliger deutscher Spieleverlag From Wikipedia, the free encyclopedia

Hexagames war ein von Heinz Hensley und Jürgen Hagedorn 1982 in Dreieich gegründeter deutscher Spieleverlag, der bis 1992[1] existierte. Es war einer der bekanntesten deutschen Spieleverlage der 1980er. 1995 wurden noch einmal vier Spiele mit dem Label Hexagames veröffentlicht.

Logo „Hexagames“ ab ca. 1987
Schnelle Fakten Lillian Hensley Unternehmensberatung GmbHLillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH ...
Lillian Hensley Unternehmensberatung GmbH
Lillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH
Hexagames GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 2. Juli 1981
Auflösung 17. Januar 1990 / 11. Juli 1996
Auflösungsgrund Konkursverfahren / von Amts wegen
(§ 2 des Löschungsgesetzes vom 9. Oktober 1934)
Sitz Dreieich (1981–1985)
Frankfurt am Main (1985–1986)
Dieburg (1986–1988)
Langen (ab 1988)
Leitung Heinz H. Hensley (1981–1983, 1984–1986)
Lillian Anna Hensley (1983–1984)
Walter Stamm (1986–1987)
Lars Winnberg (1987–1988)
Andreas Nase (ab 1988)
Branche Spieleverlag
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Geschichte

Im Juli 1981 gründete Heinz H. Hensley geb. Knöpfel (* 1952)[2] in Dreieich die „Lillian Hensley Unternehmensberatung GmbH“.[3] Hensley brachte 1982 gemeinsam mit Jürgen Hagedorn das von Hensley während eines Gefängnisaufenthalts entwickelte Spiel Long Short heraus.[4] Im Mai 1982 wurde das erste Logo „Hexagames“ als Wort-/Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet.[5] Im August 1982 wurde das Unternehmen in „Lillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH“ umbenannt und Jürgen Hagedorn als Prokurist eingetragen.[3]

Nach der Insolvenz des Spieleverlags „Bütehorn“ ca. 1982 nahm „Hexagames“ mehrere „Bütehorn“-Spiele ins Programm;[6][7] Noch vorhandene „Bütehorn“-Spiele wurden mit einem überklebten „Hexagames“-Logo vertrieben.[8]

Von März 1983 bis Mai 1984 war Lillian Anna Hensley alleinige Geschäftsführerin,[3] danach wieder Heinz Hensley.[3] Im Juli 1985 wurde der Sitz des Unternehmens nach Frankfurt am Main verlegt.[9]

Schnelle Fakten Lillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH & Co Vertriebs KGVerlag Hexagames GmbH & Co Vertriebs KGB O B Büro Organisation und Buchführungsgesellschaft mbH & Co. Vertriebs KG BOB Büro Organisation GmbH & Co. Vertriebs KG ...
Lillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH & Co Vertriebs KG
Verlag Hexagames GmbH & Co Vertriebs KG
B O B Büro Organisation und Buchführungsgesellschaft mbH & Co. Vertriebs KG
BOB Büro Organisation GmbH & Co. Vertriebs KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 20. September 1983
Auflösung 23. April 1996
Auflösungsgrund Liquidation
Sitz Dreieich[10] (bis 1986)
Dieburg[11] (1986–1988)
Langen[12] (ab 1988)
Leitung „Lillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH“ (bis 1986)
„Hexagames GmbH“ (1986–1988)
„B O B Büro Organisation und Buchführungsgesellschaft mbH“ (1988)
„BOB Büro Organisation Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ (1988–1993)
Walter Stamm (Kommanditist ab 1983; Liquidator ab 1993)
Branche Spielevertrieb
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Im September 1983 wurde des weiteren die Kommanditgesellschaft „Lillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH & Co Vertriebs KG“ mit dem Kommanditisten Walter Stamm gegründet,[10] der auch Geschäftsführer der „BoB Büro Organisation Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ in Langen war.[13]

Im April 1986 wurde ersteres Unternehmen in „Hexagames GmbH“ umbenannt, zog nach Dieburg und Walter Stamm übernahm die Geschäftsführung;[14] im Dezember 1987 wurde Stamm durch Lars Winnberg ersetzt und Hagedorn schied als Prokurist aus.[14]

F.A.N. Verlag

Schnelle Fakten F.A.N. Verlags-Gesellschaft mbH ...
F.A.N. Verlags-Gesellschaft mbH
Rechtsform GmbH
Gründung 13. Juni 1988
Auflösung 17. März 1995
Auflösungsgrund von Amts wegen
(§ 2 des Löschungsgesetzes vom 9. Oktober 1934)
Sitz Langen (bis 1991)
Dreieich (ab 1991)
Leitung Andreas Nase
Branche Spieleverlag
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Im April 1988 wurde Winnberg durch Andreas Nase als Geschäftsführer ersetzt, Hagedorn wieder als Prokurist eingesetzt und das Unternehmen zog nach Langen.[14][15] Im Juni 1988 wurde in Langen dann die „F.A.N. Verlags-Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ mit Geschäftsführer Andreas Nase gegründet.[16] Im November 1989 wurde die Wort-/Bildmarke für das seit ca. 1987[17] verwendete Logo „Hexagames“ von der „F.A.N. Verlag“ in Dreieich angemeldet.[18] Kurz darauf wurde im Januar 1990 das Konkursverfahren für „Hexagames GmbH“ eröffnet.[15] Es wurden aber noch 1991 verschiedene Spiele unter dem Label Hexagames vom „F.A.N. Verlag“ veröffentlicht.[19][20] Im Frühjahr 1992 galt der Hexagames als verschwunden.[21] Im Juli 1992 wurde im Handelsregister eingetragen, dass der Unternehmenssitz des „F.A.N. Verlags“ seit Dezember 1991 in Dreieich war.[16]

Joe Nikisch, der 1989[22]Abacusspiele“ gründete, war bis 1990[22] als Produktmanager[23] für die Produktpalette von „Hexagames“ verantwortlich.

Nach der Auflösung von „Hexagames“ übernahm der zu „Schwerdtle & Schantz“ gehörende Berliner Spieleverlag „Sala“ unter dem Label Salagames ab 1992 einige der Spiele ins Programm.[24] Auch Salagames verschwand nach ungefähr zwei Jahren wieder vom Markt.[25]

1994 wurden einige Hexagames-Spiele von „Abacusspiele“ neu verlegt.[22]

BOB Marketing und Sales

Schnelle Fakten Verlag BOB Marketing und Sales GmbH ...
Verlag BOB Marketing und Sales GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 14. Mai 1993
Auflösung 21. April 1997 / 4. September 2000
Auflösungsgrund Konkursverfahren / Von Amts wegen
Sitz Langen
Leitung Walter Stamm (bis 1994)
Thorsten Stamm
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Im Mai 1993 gründeten Walter Stamm und Thorsten Stamm den „Verlag BOB Marketing und Sales“.[26] 1994 wurde die Wort-/Bildmarke „Hexagames“ von der „BOB Marketing & Sales GmbH“ in Langen angemeldet.[27] 1995 wurden vier Spiele (Odyssee, Osiris, Druiden, Koalition) vom Verlag „BOB Marketing & Sales GmbH“ unter dem Label Hexagames veröffentlicht.[28]

Auszeichnungen

Mehrere „Hexagames“-Spiele erhielten verschiedene Auszeichnungen und kamen auch auf die Auswahlliste zum Spiel des Jahres:

Weitere bekannte Spiele

  • 1984: Conquest von Donald Benge
  • 1988: McMulti von James J. St. Laurent
  • 1990: Digging von Reiner Knizia
  • 1991: Karrierepoker von Klaus Grähnke und Brian Walker
  • 1991: Manager von Burkhardt Münchhagen, Peter Pfeifer & Waltraud Pfeifer

Einzelnachweise

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