Hexapodidae

Familie der Krabben From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Hexapodidae (lateinisch für „Sechsfüßer“) sind eine Familie der Krabben (Brachyura) mit 38 rezenten Arten und die einzige Familie innerhalb der Überfamilie Hexapodoidea.[1] Es ist die einzige Krabbenfamilie, bei der das letzte Schreitbeinpaar (P5) bei Adulten vollständig zurückgebildet ist, so dass nur drei Schreitbeine beidseitig ausgebildet sind. Sie bewohnen enge Schlammhöhlen.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Überfamilie ...
Hexapodidae

Hexaplax megalops

Systematik
Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Hexapodoidea
Familie: Hexapodidae
Wissenschaftlicher Name der Überfamilie
Hexapodoidea
Miers, 1886
Wissenschaftlicher Name der Familie
Hexapodidae
Miers, 1886
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Merkmale

Der Carapax ist breiter als lang, die Rückenregionen sind kaum erkennbar und auch der vordere und hintere Seitenrand haben keine deutliche Grenze. Die Seitenränder sind im vorderen Bereich konvex und divergieren nach hinten. Die Stirn ist schmal. Die Antennulen sind quergefaltet, die Antennen klein. Die Augen sind zurückgebildet und klein, die Cornea ist etwas breiter als der Stiel, oft hammerähnlich mit sehr großer Cornea (Hexaplax). Die Augen sind typischerweise beweglich, bei Lambdophallus fixiert. Das dritte Maxilliped ist vielgestaltig, sein Propodus schlank oder distal erweitert. Die Milne-Edwards-Öffnungen sind lange gebogene Schlitze, die von den lamellenartigen Coxae des dritten Maxillipeden bedeckt sind. Die Region des Pterygostoms hat bei einigen Gattungen einen schrägen Grat zur Klangerzeugung (Stridulation).[1]

Die Scherenbeine sind kräftig. Es sind nur drei Schreitbeinpaare (P2–P4) vorhanden, die von sehr lang bis kurz und kräftig variieren. Bei Männchen sind noch die Rudimente der Coxa des vierten Schreitbeins erkennbar, welches mobil mit dem achten Somiten artikuliert. Bei Weibchen ist das vierte Schreitbein vollständig verloren gegangen.[1]

Das thorakale Sternum der Männchen ist breit mit sieben exponierten Sterniten. Das vierte hat einen ausgeprägten Seitenfortsatz, aber keine Verbindung zum Pterygostom. Bei einigen Gattungen ist eine schräggestellte Grube vorhanden, die die Spitze des ersten Gonopodiums aufnimmt. Die Sterniten S5 bis S7 sind gut entwickelt, annähernd rechteckig und weitestgehend freiliegend. Die Verbindung zwischen Carapax und Cephalothorax (Kopf-Brust-Teil) schließt S7 und den siebten Episternit ein. Das achte Pleurit ist weitestgehend verloren gegangen. Die ersten beiden Somiten des Pleons liegen weiter rückenwärts, das erste kann vollständig unter dem Carapax verborgen sein. Bei Männchen füllt das Pleon nicht den Raum zwischen dem letzten Schreitbeinpaar aus. Während bei Männchen mehrere Somiten des Pleons verschmolzen sind, sind sie bei Weibchen alle selbständig, mit Ausnahme der Gattung Rayapinus, bei der erste bis sechste verschmelzen.[1]

Systematik

Zu den Hexapodidae werden gegenwärtig 16 Gattungen gerechnet:[3]

Commons: Hexapodidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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